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Schüler spielten einen Tag lang Politiker

Beim Planspiel lernen Jugendliche den Landtag kennen Schüler spielten einen Tag lang Politiker

13.07.2010 · Nürnberger Nachrichten


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NÜRNBERG - Eigentlich staubtrocken: Wahlen, Gesetze und Verfassungen. Doch für die Schüler des Johannes-Scharrer-Gymnasiums ist gestern aus bloßer Theorie anschauliche Praxis geworden.

»Ihr Alter, Ihr Beruf, Ihr Wohnort, Wahlkreisliste« steht auf den Zetteln, die die Schüler der 10b und 10u ausgeteilt bekommen. Die Teenager erhalten heute vorübergehend eine neue Identität - die eines Abgeordneten des Bayerischen Landtages. Anlass ist das Planspiel »Der Landtag sind wir«, zu dem auch die »echten« Landtagsabgeordneten Angelika Weikert (SPD) und Katja Hessel (FDP) kommen, um den Schülern die Gelegenheit zu bieten, brennende Fragen loszuwerden.

Doch zuerst teilen sich die Schüler auf die einzelnen Parteien auf. Damit sie wissen, welche politische Meinung sie denn nun genau vertreten, gibt ihnen Doerthe Winter von der Forschungsgruppe der Universität München detaillierte Informationen mit. Einen neuen Namen darf sich jeder Teilnehmer selbst ausdenken. Das führt zu reichlich Gelächter, denn in den Fraktionsreihen sitzen nun Bernd das Brot, Prof. Dr. Günther Netzer oder auch Klaus Kleber.

Thema Jugendkriminalität

In den verschiedenen Ausschüssen diskutieren die Mitglieder anfangs zögerlich, später lebhaft über das Thema Jugendkriminalität. Im »Ausschuss für kommunale Fragen und Sicherheit« etwa tut sich Hanna Popp als SPD-Mitglied besonders hervor. »Wir sind hier ja auch nur zu zweit«, begründet sie ihr Engagement in der Sitzung. Das Planspiel findet die Schülerin »ziemlich interessant«. Und Jessica Eckert gibt zu: »Eine gemeinsame Lösung zu finden, ist das Schwierigste.«

Derweil ist das vierköpfige Presseteam mit Schreiben und Fotografieren beschäftigt. »Das ist interessanter, als im Plenum rumzusitzen«, meint Robin Fertig. Die meisten Schüler gehen in ihrer Rolle auf und verinnerlichen den Stoff leichter als im alltäglichen Unterricht. Das zumindest findet Lehrerin Margit Nahr-Fink, die das Planspiel auf einer Fortbildung kennengelernt hat. Für das kostenlose Projekt kann sich jede Schule bewerben.


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