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Economic Youth Summit 2018 - Einzelhandel 4.0: Super Märkte?!

Abschluss des Schuljahrs 2017/18 im Programm „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“. Frankfurt/Main 4./5. Juni 2018

11.06.2018 · C·A·P


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Die Teilnehmenden des EYS 2018 in Frankfurt/Main. Foto: Anna Rozkosny

Am 4. und 5. Juni 2018 fand in Frankfurt am Main der nunmehr dritte Economic Youth Summit (EYS) zum Abschluss des Schuljahrs 2017/18 im Programms „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“ statt. Das diesjährige wirtschaftsethische Leitthema war die Digitalisierung des Einzelhandels unter dem Titel: „Einzelhandel 4.0: Super Märkte?!“.

Die Veranstaltung begann mit einer Exkursion der besonderen Art. Im Geldmuseum der Bundesbank begrüßte Lutz Roschker, Vorstand der PwC-Stiftung, die angereisten Delegationen aus den verschiedenen Projektschulen und die Projektpartner mit herzlichen Worten. Exklusive Führungen durch die verschiedenen Bereiche des modernen, interaktiven Museums ermöglichten den Teilnehmenden einen Blick auf die Geschichte des Geldes zu werfen, wie zum Beispiel auf die Inflation und Deflation sowie auf historische Exponate, wie den Denar des Brutus, und Fragestellungen rund ums Geld zu erkunden.


Lutz Roschker (PwC) begrüßt die Teilnehmenden des EYS 2018 im Geldmuseum in Frankfurt/Main. Foto: Gwen Schreiber

Der zweite Tag fand im PwC-Tower 185 statt und begann mit einer Begrüßung durch Dr. Ulrich Störk (PwC GmbH WPG) sowie der Ankündigung des Economic Student Advisory Boards (ESAB) durch Frau Dr. Maren Ziese (Leiterin der PwC-Stiftung) und die studentische Partnerorganisation 180 Degree Consulting. Im diesem neuen Gremium können Schüler_innen und Studierende zukünftig aktiv das Programm „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“ mitgestalten. Anschließend läutete Dr. Michael Koch vom Institut für ökonomische Bildung Oldenburg die Arbeitsphase für die Jugendlichen ein, um sie auf den simulierten Stakeholderdialog Thema "Digitaler Supermarkt" vorzubereiten.


Sie Schüler_innen bereiten sich auf den Stakeholderdialog vor. Foto: Anna Rozkosny


Die Teilnehmenden des EYS diskutieren die Vor- und Nachteile der Digitalisierung der fiktiven Supermarkt Kette MeMa. Foto: Anna Rozkosny

Im Anschluss befassten sich die Schülerdelegationen der am Programm beteiligten Schulen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen unter Leitung des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) mit der fiktiven regionalen Supermarktkette MeMa Mein Markt, welche digitale Umstrukturierungsmaßnahmen plant und dazu Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zulieferinnen und Zulieferer, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der Belegschaft zu einem Stakeholder-Dialog einlädt. Hierzu schlüpften die Schülerinnen und Schüler in einer Gruppenarbeitsphase in die Rolle von Stakeholdern und setzten sich vor dem Hintergrund wirtschaftsethischer Aspekte mit ihrer spezifischen Interessenlage auseinander. Sie ermittelten insbesondere die Verknüpfungen zwischen den Stakeholdern, dem Unternehmen und der sich im ständigen Wandel befindlichen wirtschaftlichen sowie politischen Umgebung. Das Ganze gipfelte in einer lebendig geführten Diskussionsrunde mit der (fiktiven) Geschäftsleitung. Deutlich wurde: Die zunehmende Digitalisierung bringt viele Vorteile, aber auch Herausforderungen für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen mit sich. Dabei spielen wirtschaftsethische Fragen eine große Rolle.


Foto: Anna Rozkosny


Marleen Schreiber (Mitte) der Karl-Schlecht-Stiftung und die Lehrkräfte des Wirtschafts.Forscher! Programms klären ihre Positionen beim Begleitprogramm. Foto: Anna Rozkosny

Einen informativen Einblick in die derzeitigen Entwicklungen boten im Anschluss reale Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft: Steffen Köster (Leiter Marketing bei der J. Bünting Beteiligungs AG) als Fürsprecher digitaler Weiterentwicklungen im Einzelhandel, Sabine von Bebenburg (Geschäftsführerin bei der KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH) als Befürworterin des Supermarktes als sozialem Ort sowie Olaf Acker (Digital Services Leader bei PwC Strategy&), welcher das Beispiel „digitaler Supermarkt“ in einen allgemeinen digitalen Strukturwandel einbettete.

Für die Lehrkräfte wurde zudem vom Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P) ein Begleitprogramm organisiert, moderiert von Eva Feldmann-Wojtachnia. Neben Impulsvorträgen von Steffen Köster, Sabine von Bebenburg und Kathrin Pollmann (Projektleiterin Fraunhofer IAO, Stuttgart) zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Leben, wurden die Lehrkräfte aktiv unter der Themenstellung „super.MARKT – digital • genial • fatal?“ durch ein digitales Echtzeit-Abstimmungstool - angeleitet von Markus Johanning - einbezogen.


Sabine von Bebenburg, Kathrin Pollmann, Eva Feldmann-Wojtachnia und Steffen Köster (v.l.n.r.) diskutieren den SUPER.Markt 4.0. Foto: Gwen Schreiber

Den Abschluss des Programmjahres bildete die feierliche Übergabe der Programmzertifikate für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte durch Lutz Roschker (Vorstand PwC-Stiftung) und Dr. Philipp Bocks (Geschäftsleiter Programmbereich der Karl Schlecht Stiftung).

Weitere Informationen, siehe www.wirtschafts-forscher.de


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