Alles fließt! Wie lange noch? Über den geopolitischen Paradigmenwechsel
Werner Weidenfeld beim Europäischen Forum in Alpbach
31.08.2010 · Alpbach News

Wir hätten unsere Gespräche auch panta rhei anstatt Geopolitische Paradigmenwechsel nennen können, sagte Eva Nowotny, Chair der Veranstaltung und Präsidentin der österreichischen UNESCO-Kommission. Geopolitisch betrachtet sei auf dem Erdball nämlich alles im Fließen: Es gebe neue Definitionen von Souveränität, neue Staaten seien aufstrebend, andere büßten an Macht ein, Akteure wie die Shanghai-Gruppe oder die G 20-Staaten würden neue Rollen übernehmen. Was bedeuten diese Veränderungen für die internationale Staatengemeinschaft? Eine kurze Antwort könnte lauten: eine Überforderung! Der Politologe Werner Weidenfeld drückte es so aus: Es gibt ein weltweites Kernproblem: die Diskrepanz zwischen internationalisierten Problemstrukturen und lokalen beziehungsweise nationalen Lösungs- und Legitimationsstrukturen. Globale Probleme könnten nicht mehr national gelöst werden. Auf der nebenstehenden Seite lesen Sie die Einschätzungen der fünf Panel-Teilnehmer über die geopolitischen Paradigmenwechsel unserer Zeit.
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