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Soap Opera, Verfassungsrealität und Kirchenmacht

Zur Lage der Demokratie auf den Phillipinen

Ariel Macaspac: Soap Opera, Verfassungsrealität und Kirchenmacht: Zur Lage der Demokratie auf den Phillipinen, 2004

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18.05.2004 · Bertelsmann Forschungsgruppe Politik



Am 10. Mai wählten die phillipinischen Bürger ihren Präsidenten sowie ihre Parlaments- und kommunalen Vertreter. Die dritten demokratischen Wahlen nach dem Zusammenbruch der Diktatur von Ferdinand Marcos zeigten, dass sich die junge philippinische Demokratie zwar auf dem Weg der Konsolidierung befindet. Dieser Weg führt jedoch über viele Abweichungen und Irrlichter.

Politik auf den Philippinen ist eine moderne Soap Opera, in der alle möglichen und unmöglichen Probleme auftauchen. In der theatralischen Inszenierung politischer Öffentlichkeit manifestiert sich die einzigartige politische Kultur des Landes zwischen asiatischen Traditionen, spanischen Einflüssen und amerikanischen Kulturmustern aus der Kolonialzeit. Der Wahlkampf zeigte, mit welchen gravierenden Problemen der demokratische Wettbewerb unter diesen Rahmenbedingungen befrachtet ist. Nach Informationen der Regierung wurden während der Wahlperiode 141 Menschen im Zusammenhang mit dem Wahlkampf ermordet.




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