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200 junge Menschen für ein vereintes Europa

Auftaktseminar der Young Multiplier in Brüssel am 18./19.02.2019

25.02.2019 · C·A·P


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Auftaktveranstaltung der Young Multiplier der EU Kommission
Fotos: simonpugh.com

Vom 23. bis zum 26. Mai 2019 finden die Europawahlen statt. Europäische Bürger können dann wieder über die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments und über die zukünftige Politik der EU abstimmen. In Anbetracht des Erstarkens rechter, populistischer und anti-europäischer Stimmen in Europa ist aber klar, dass es dieses Mal um viel mehr geht, als bei den vergangenen Wahlen. Diese Wahl könnte eine schicksalshafte Bedeutung für die Europäische Union haben, denn dieses Mal geht es auch um die Frage „Ja oder Nein zu Europa?“.

Mit diesem Wissen und in der Sorge um die EU vereint, folgten 200 junge Menschen aus 27 EU-Staaten der Einladung der Europäischen Kommission zu einem Seminar am 18. und 19. Februar nach Brüssel. Sie wollen zukünftig als Young Multiplier für ihr Europa eintreten und den eigenen Enthusiasmus an andere Menschen weiterzugeben.

Insbesondere geht es ihnen darum, junge Menschen in Europa zu erreichen und sie zu motivieren, am Wahltag zu Urne zu schreiten. Erfahrungsgemäß sind es gerade die Jung- und Erstwähler, die trotz ihrer hohen Zustimmungswerte zur Europäischen Union grundsätzlich seltener zur Wahl gehen als ihre älteren Mitbürger. Mit diesem Wissen und dem Ergebnis des Brexit-Referendums im Hinterkopf, ist es das erklärte Ziel der Young Multiplier, dass dieses Mal nicht nur die älteren Generationen über die Zukunft der jungen Menschen in Europa entscheiden sollen. Stattdessen wollen die Young Multiplier mit ihrer Arbeit vor allem diejenigen erreichen, die der EU eigentlich positiv gegenüberstehen und sie dazu bringen, ihrer Meinung durch ihre Beteiligung an der Europawahl Gewicht zu verleihen.

Wie aber motiviert man junge Menschen von heute, ihre Stimme für Europa abzugeben? Welche Kanäle und Werkzeuge sind nützlich und sinnvoll? Welche Kernbotschaft wollen die Young Multiplier an ihre Peers weitertragen? Das herauszufinden, war Ziel des zweitägigen Workshops in Brüssel.

In einer inspirierenden Atmosphäre folgten die Young Multiplier nicht nur den Worten verschiedenen Kommunikationsspezialisten wie Alexander Winterstein, stellvertretender Sprecher der Europäischen Kommission, und Sixtine Bouygues, stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Kommunikation der Europäische Kommission, sondern entwickelten vor allem selbst Ideen dafür, wie sie in den verbleibenden drei Monaten bis zur Europawahl aktiv werden können.

Die deutsche Delegation, insgesamt 17 begeisterte Europäer und Europäerinnen, entschloss sich eng zusammenzuarbeiten, um möglichst viele junge Menschen in Deutschland zu erreichen. Wie ihre Kollegen und Kolleginnen in anderen europäischen Ländern werden sie vor allem die Sozialen Medien bedienen, da diese von jungen Menschen besonders häufig genutzt werden (#youngmultiplier, #may26, #thistimeimvoting, #EUandMe, #united, @diesmalwaehltkoeln, @diesmalwaehltrheinruhr, @diesmalwaehlt_hessen). Dabei geht es ihnen zum einen darum, den Followern klar zu machen, warum es für die Demokratie an sich sowie für das weitere Funktionieren und Bestehen der EU grundsätzlich wichtig ist, am 26. Mai zur Wahl zugehen. Zum anderen aber soll auch Aufklärung darüber geleistet werden, wer und was überhaupt zur Wahl steht, da auch das Unwissen ein Grund für die häufige Wahlabstinenz junger Menschen ist. Schließlich werden die Young Multiplier mit den Europe Direct Informationszentren, den Europäischen Dokumentationszentren sowie den Jungen Europäischen Föderalisten zusammenarbeiten. Gemeinsame Veranstaltungen und insbesondere die Präsenz in Schulen und Universitäten soll es ermöglichen, vor allem die jungen Menschen in Europa zu erreichen.

Die drei Mitglieder der studentischen Forschungsgruppe zum Weißbuch zur Zukunft der EU am C·A·P, Louise Ohlig, Rima El Chaker und Natalie Schoch, engagieren sich als Young Multiplier. Die Arbeit der Young Multiplier ist dabei stets unparteilich und dient einzig und allein der europäischen Idee von Einheit in Vielfalt.


Die Mitglieder der studentischen Forschungsgruppe am CAP Louise Ohlig (5. v.l.) und Natalie Schoch (3.v.l.) engagieren sich für die Europawahl 2019


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