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Europa rückt zusammen. 30 Jahre nach dem Mauerfall

Eine deutsch-polnische Perspektive

Veranstaltung am 07.11.2019 in München

18.11.2019 · EUROPE after work


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Fotos: Europäische Akademie Bayern

Die Überwindung der Teilung Deutschlands war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem geeinten Europa. Der lange und gefährliche Kampf der Polen für die Freiheit, mit Solidarność und Lech Wałęsa oder Papst Johannes Paul II., der seinen Landsleuten Mut zur Veränderung zusprach, verdienen eine besondere Wertschätzung. Das Wissen und diese Verantwortung auch nachfolgenden Generationen zu übertragen, ist eine Herausforderung, der sich unsere Generation stellen muss. Zu diesen und weiterführenden Fragen des deutsch-polnischen Verhältnisses referierte Eva Feldmann-Wojtachnia im Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München am 7.11.19 aus Anlass des zwei Tage später stattfindenden 30. Jahrestags des Mauerfalls.

Eva Feldmann-Wojtachnia ging in ihrem Vortrag auf die Entwicklungen in Polen im Frühjahr und Sommer 1989 ein, bei denen mit dem Runden Tisch und den ersten halb-freien Wahlen der Weg für die Öffnung des Eisernen Vorhangs und die europäische Einigung bereitet wurde. Sie erläuterte, inwiefern der Freiheitskampf der Polen entscheidende Auswirkungen auf die Freiheitsbewegungen in der DDR und die Wiedervereinigung Deutschlands hatte. Anschließend stellte sie die Prioritäten der polnischen Außenpolitik nach 1989 dar, wobei die europäische Verankerung Polens und die deutsche Einheit eine Schlüsselrolle spielten. Auch richtete sie den Blick auf aktuelle Einstellungsergebnisse zum deutsch-polnischen Verhältnis und der Zustimmung zur Europäischen Union in beiden Ländern. Die Analyse der aktuellen Schwierigkeiten im politischen Miteinander nahm der Vortrag ebenfalls in den Blick und zeigte dabei Möglichkeiten zur Vertiefung der deutsch-polnischen und europäischen Zusammenarbeit auf. Fazit: Der Dialog zwischen beiden Ländern muss gestärkt werden, besonders über Themen, bei denen eine verschiedene historische Perzeption und verschiedene politische Einschätzungen bestehen.

Die Reihe „EUROPE after work“ versteht sich als ein Veranstaltungsformat, bei dem im Expertenkreis aktuelle europapolitische Fragen diskutiert werden. Die Abende werden in Kooperation von der Europäischen Akademie Bayern, dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) veranstaltet und finden in den Räumen des Europäischen Parlaments in München statt.


Foto v.l.n.r. Rupert Grübl (Direktor der BLZ), Alexander Müller (BLZ), Eva Feldmann-Wojtachnia (C·A·P), Birgit Schmitz-Lenders (Leiterin der Europäischen Akademie Bayern), Tobias Winkler (Leiter des Verbindungsbüros des EP)


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