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Europäisch-irakischer Dialog

Strategien zur Zukunft des Irak - Konferenz in München mit Entscheidungsträgern und Experten

02.04.2004 · Bertelsmann Forschungsgruppe Politik


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Am 1. Juli 2004 übergibt die amerikanische Zivilverwaltung in Bagdad ihre Macht an eine irakische Übergangsregierung. Diese Machtübergabe ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Transformation des Irak. Die Europäische Union muss ihre Rolle in diesem politischen Prozess wie auch beim Wiederaufbau klären.


Gruppenbild der Teilnehmer der Diskussionsrunde

Am 19. März 2004 fand im C·A·P eine EU-Irak-Konferenz statt, um den Gedankenaustausch zwischen europäischen und irakischen Entscheidungsträgern und Experten zu intensivieren und Strategien für die Zukunft des Irak zu entwickeln. Eingeladen waren neben europäischen Wissenschaftlern und Diplomaten auch irakische Wissenschaftler, Repräsentanten der Zivilgesellschaft sowie Vertreter verschiedener Parteien aus dem Irak. Die angereisten Gäste repräsentierten ein breites Spektrum der irakischen Gesellschaft: Schiiten, Sunniten, Kurden, Exilanten, aus dem Exil Zurückgekehrte sowie Wissenschaftler, die unter dem Regime von Saddam Hussein im Irak lebten. Der heterogenen Zusammensetzung der Konferenz folgend wurde zum Teil kontrovers über unterschiedliche Standpunkte und Einschätzungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Irak diskutiert und ein angeregte Debatte unter Einbeziehung vielfältiger Standpunkte geführt. Gerade der kontrovers geführte Dialog ermöglichte vielen der europäischen Teilnehmer tiefere Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Probleme einer demokratischen Transformation des Irak.

Wie wichtig vielen der irakischen Teilnehmer die Möglichkeit zum Dialog war, ist erkennbar, wenn man bedenkt, unter welchen Schwierigkeiten teilweise die Anreise aus Bagdad in Kauf genommen wurde.


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