Hintergründe und Folgen des Gazakriegs
C·A·P Aktuell · 1 · 2009
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Michael Bauer, Christine Straßmaier: |
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21.01.2009 · Michael Bauer, Christine Straßmaier
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Nach mehr als drei Wochen Krieg herrscht im Gazastreifen eine Waffenruhe. Es ist zu hoffen, dass die Konfliktparteien ihre Verpflichtungen einhalten und nun schnell mit der Versorgung der palästinensischen Zivilbevölkerung begonnen werden kann, um die Not im Gazastreifen zu mindern. Der Blutzoll, den die Palästinenser im Gazakrieg zu entrichten hatten war mit mindestens 1300 Toten und tausenden Verletzten enorm. Kurzfristig hat der Gazakrieg Israel unter Umständen einen Sicherheitszugewinn gebracht, da Hamas personelle und materielle Verluste zugefügt wurden. Noch ist allerdings unklar, wie groß diese Verluste tatsächlich sind und ob Hamas nicht noch politischen Nutzen aus der Eskalation ziehen kann. Israels Ansehen hat durch das Vorgehen im Gazastreifen in jedem Fall erheblichen Schaden erlitten.
Die Hürden, um den Waffenstillstand in einen aussichtsreichen politischen Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern zu überführen, sind hoch. Vor allem ein starkes Engagement der USA ist hierfür gefordert sowie eine Miteinbeziehung von Hamas und regionalen Akteuren wie Syrien und Iran. Trotz aller Rhetorik von US-Präsidenten Barack Obama ist allerdings unklar, welchen Platz der Palästinakonflikt auf der Agenda der neuen Administration einnehmen wird. Priorität in der Nahostpolitik dürften hier eher Iran und Irak genießen. Zudem sind die Palästinenser und in einem geringeren Maße auch Israel in sich gespaltene Akteure, deren Fähigkeit, einen Friedensprozess substanziell umzusetzen, nur eingeschränkt vorhanden ist. Eine nachhaltige Lösung des Palästinakonflikts ist mit dem Angriff wohl kaum näher gerückt.
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