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Programmfabrik gegen Medienimperium

Neue Kampagnenstrategien im italienischen Wahlkampf 2006 - Neuer Band zur politischen Systemforschung

Sophia Burkhardt: Programmfabrik gegen Medienimperium. Neue Kampagnenstrategien im italienischen Wahlkampf 2006, Nomos Verlag, Baden-Baden 2008, ca. 126 S., brosch., ISBN 978-3-8329-3308-1, 19 Euro, Münchner Beiträge zur politischen Systemforschung, Bd. 2, herausgegeben von Werner Weidenfeld.

30.06.2008 · Von Sophia Burkhardt


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Die Parteienlandschaft Italiens ist in ständiger Unruhe. Dennoch haben sich inzwischen zwei große Kräfte herausgebildet. Das zeigte sich gerade bei den Parlamentswahlen im April dieses Jahres: Auf der Seite von Mitte-rechts dominierte die von Silvio Berlusconi angeführte Liste "Popolo della libertà", "Volk der Freiheit". Ihr größter Konkurrent auf Seiten von Mitte-links war die erst im Oktober 2007 gegründete "Demokratische Partei" unter dem ehemaligen römischen Bürgermeister Walter Veltroni. Der zweite Band der Münchner Beiträge zur politischen Systemforschung beschäftigt sich mit den Wurzeln dieser beiden wichtigsten politischen Kräfte Italiens. Berlusconis "Forza Italia" und das von Romano Prodi gegründete Bündnis "Ulivo" stehen im Zentrum von Sophia Burkhardts Studie "Programmfabrik gegen Medienimperium. Neue Kampagnenstrategien im italienischen Wahlkampf 2006".

Weder Forza Italia noch der Ulivo waren Parteien im traditionellen Sinn. Was das für die italienische Politik bedeutete, zeigte sich besonders deutlich im Wahlkampf 2006: Forza Italia setzte ganz auf die medialen Ressourcen des Parteigründers Berlusconi. Der Ulivo hingegen führte eine Kampagne mit vielen partizipativen Elementen, in deren Zentrum das in der "Fabbrica del Programma" in Bologna konzipierte Wahlprogramm stand. Diese unterschiedlichen Strategien untersucht die Autorin auf der Basis von Interviews mit führenden Wahlkampfakteuren und Italien-Experten. Dabei wird auch deutlich, wie stark schon im Wahlkampf 2006 die Weichen für die weitere Entwicklung der italienischen Parteienlandschaft gestellt wurden.


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