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„Der Landtag sind wir!“ - Lebhafte Diskussionen und viel Kompetenz

Erstes Planspiel der neuen Legislaturperiode im Landtag

16.10.2013 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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„Spannend und sehr professionell“, beschrieben die Teilnehmer des Planspiels der Reihe „Der Landtag sind wir!“ ihre Erfahrungen. Am 24. September 2013 schlüpften unter der Leitung von Eva Feldmann-Wojtachnia und Dr. Doerthe Doerthe Winter-Berke die Praktikanten des Landtags in die Rolle eines neugewählten Abgeordneten. Zunächst wurden die Teilnehmer in die vier aktuell im Landtag vertretenen Fraktionen eingeteilt.

Perspektivenwechsel ist beim Planspiel erwünscht: „Für mich war es eine Herausforderung, mein grünes Gedankengut abzulegen und eine überzeugende CSU-Politikerin zu sein“, äußerte eine Teilnehmerin. Das realitätsnahe, aktuelle Thema des Planspiels beschäftigte sich mit der Videoüberwachung, die anhand eines fiktiven Gesetzesentwurf der „SPD-Fraktion“ verhandelt wurde. Vorgeschlagen wurde ein neues Gesetz, das die deutliche Kennzeichnung im Eingangsbereich von Produktionsbetrieben, Supermärkten und Restaurants vorschreibt. Somit könne der Verbraucher auf einen Blick die Hygienezustände vor Ort erfassen.

In der ersten Sitzung wurde die Meinung der eigenen Fraktion zum Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, der sodann im Plenum beispielhaft an zwei Ausschüsse überwiesen wurde. Sowohl im mitberatenden „Ausschuss für Umwelt und Gesundheit“, als auch im federführenden „Ausschuss für Verfassung, Recht, Parlamentsfragen und Verbraucherschutz“ erlebten die Mitspieler, welche Rolle die Opposition in der Demokratie spielt. Die Spielerinnen in der „CSU“ war ihrerseits bemüht, nicht den Eindruck zu erwecken, sie nutzten ihre Überlegenheit kompromisslos aus. So zeigte man sich in den Ausschüssen durchweg kooperationsbereit und verständigte sich auf der Sachebene. Auf Empfehlung des mitberatenden Ausschusses einigte sich der federführende Ausschuss auf die Erhöhung der Zahl der Lebensmittelkontrolleure und der Geldbuße bei Hygieneverstößen. Außerdem wurde beschlossen, eine höhere Transparenz bei den Prüfergebnissen der Lebenskontrolleure durch eine Veröffentlichung im Netz zu gewährleisten. Von wegen ‚Das ist doch nur ein Spiel!’ – nach ernsthaftem Ringen wurde  der Gesetzesentwurf der SPD nach einiger Überarbeitung in den Ausschüssen mehrheitlich angenommen, wenngleich nicht alle Vorschläge auf Zustimmung trafen. Nun war es für die Teilnehmer an der Zeit, ihre neue Identität als Abgeordneter wieder abzulegen.

Mitgenommen haben die Teilnehmer einen authentischen Einblick in den Gesetzgebungsprozess im Landtag. Die exzellenten Evaluierungsergebnisse verdeutlichen, wie sehr die engagierten Teilnehmer vom Planspiel profitieren konnten und wie gut ihnen eine solche Erfahrung mit der Politik gefallen hat. Vielleicht sogar so gut, dass sich der ein oder andere in einigen Jahren als ,echter‘ Abgeordneter im Landtag wiederfinden wird? Das Potenzial dazu hatte die Gruppe jedenfalls...

Autorin: Maria Idzikowski; sie ist derzeit Praktikantin am C·A·P bei der Forschungsgruppe Jugend und Europa und hat selbst beim Planspiel im Landtag teilgenommen.

Auch im Schuljahr 2013/14 können sich wieder Schulklassen aller Schultypen ab der 8. Klasse für die kostenfreie Teilnahme an dem Planspielangebot des Bayerischen Landtags, welches in Kooperation mit der Forschungsgruppe Jugend und Europa am C·A·P durchgeführt wird, bewerben.

Link: Informationen und Merkblätter zur Anmeldung

Leitung der Planspielreihe am C·A·P: Eva Feldmann-Wojtachnia


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