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Europadialog und europäischen Bürgersinn stärken

Beitrag zur deutschen Ratspräsidentschaft

26.02.2007 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Unter dem Motto Europa gelingt gemeinsam hat Deutschland die EU Ratspräsidentschaft zu einem europapolitisch denkbar schwierigen Zeitpunkt übernommen. Seit den ablehnenden Referenden zur EU Verfassung in den Niederlanden und in Frankreich steckt die Europäische Union seit nunmehr über einem Jahr in einer weitreichenden Krise. Nach wie vor ist die Frage nach einer grundlegenden EU-Reform offen. Der Beitritt von Bulgarien und Rumänien zu Anfang diesen Jahres erhöht die Dringlichkeit nach tragfähigen neuen Entscheidungsstrukturen. Denn die ohnehin großen Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung können sich auf Dauer auch als problematische für den weiteren europäischen Integrationsprozess erweisen. Auch in dieser Hinsicht ergibt sich – angesichts der umfangreichen politischen Agenda – für die deutsche Ratspräsidentschaft ein erheblicher Handlungsbedarf. Es stellt sich konkret die Frage, wie der Europadialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gestärkt und ein europäischer Bürgersinn entstehen kann.


Foto: Europäische Kommission

An dieser Stelle fließt die spezifische europapolitische Bildungsexpertise der Forschungsgruppe Jugend und Europa ein. Denn die FGJE versteht es als ihren grundsätzlichen Auftrag, Jugendliche an europapolitische Themen so heranzuführen, dass sie sich selbstverantwortlich und nachhaltig für den europäischen Integrations- und Erweiterungsprozess interessieren. Hierbei ist es ein Grundanliegen der FGJE, Wege der Mitsprache und Partizipation in Europa gemeinsam mit Jugendlichen zu erschließen und hierzu gezielt Dialogveranstaltungen mit der Politik auf den Weg zu bringen. Dabei werden aktuelle Themen wie die „Energiepolitik“, „Der deutsche G-8 Vorsitz“, „Fragen der Europäischen Sicherheitspolitik“, der „EU-Verfassungsprozess“ oder die „EU-Erweiterung“ aufgegriffen und auf diesem Weg die Europakompetenz von Jugendlichen und ihre europäische Identität gestärkt.

Aktuell werden im ersten Quartal während der deutschen EU- Ratspräsidentschaft folgende herausgehobene Modellprojekte von der Forschungsgruppe Jugend und Europa veranstaltet. Sie dienen exemplarisch der gezielten Förderung:

  • der Jugendbeteiligung an der Politik sowie dem strukturierter Dialog mit der Jugend

    > wie das Jugendparlament zur EU-Erweiterung im Bayerischen Landtag vom 30.03.-01.04.07 in München (für 80 junge Menschen von 16-21 Jahre), die Schirmherrschaft liegt beim Präsidenten des Bayerischen Landtags Alois Glück
  • von Peer Learning Aktivitäten

    >
    wie die Juniorteamausbildung Hessen vom 23.-25.02.07 in Erbach (für 30 junge Menschen von 15-18 Jahre an Europaschulen) mit den Themenschwerpunkten: EU-Verfassung und EU-Erweiterung
  • der europapolitischen Jugendinformation

    > mit 40 Planspielen zur Energiepolitik „Europa unter Strom“ bundesweit (für junge Menschen im Alter von 15-21 Jahre, teilweise auch für Multiplikatoren der Jugend- und Bildungsarbeit) einerseits mit Unterstützung des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Berlin und andererseits mit Unterstützung des Bundespresseamtes
  • und der Multiplikatorenqualifizierung

Europäische Identität entsteht gemeinsam. Zur Bedeutung von Europäischen Kulturprojekten von Kindern und Jugendlichen, Handreichung in Kooperation mit dem Europaspielraum München e.V. für Multiplikatoren der europabezogenen Bildungsarbeit.

Langfristiges Ziel der Forschungsgruppe Jugend und Europa ist es dabei, Partizipations- und Informationsstrategien für die Förderung eines europäischen Bürgersinns unter jungen Menschen in den Strukturen der bundesweiten Jugend- und Bildungsarbeit über die Ratspräsidentschaft hinaus zu implementieren und aktiv zu unterstützen.

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EU Präsidentschaftsprogramm Deutschlands


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