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Europa. Zukunft. Bildung

Runder Tisch in Berlin mit Beteiligung der Forschungsgruppe Jugend und Europa

12.08.2005 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Frankreich und die Niederlande haben deutlich "Nein" zur geplanten Europäischen Verfassung gesagt. Auch in Deutschland wenden sich immer mehr Bürgerinnern und Bürger vom Projekt Europa ab, wobei die Europäische Union bisher nicht nur bei den Eliten als Erfolgsmodell zur Sicherung von Frieden, Freiheit und Wohlstand angesehen wurde. Offenbar ist diese frühere Grundzustimmung bei der Bevölkerung nicht mehr selbstverständlich voraus zu setzen. Vielmehr sind die Verantwortlichen in Bildung und Politik gleichermaßen herausgefordert, über Wege aus der Krise nachzudenken.


Prof. Dr. Rita Süssmuth, Eva Feldmann-Wojtachnia, Michaele Schreyer (EU-Kommissarin a.D.).

Vor diesem Hintergrund fand im Rahmen der Kampagne "Europa tut Deutschland gut" des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung vom 28.-30. Juli 2005 im Roten Rathaus in Berlin eine Konferenz statt, bei der die relevanten Fragen der europäischen Zukunft für die Bildungspraxis diskutiert wurden. Bei dieser Initiative handelt es sich um den Startpunkt des Projekts Die Zukunft EUropas des Deutschen Volkshochschulverbandes, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, über die Konferenz hinaus im Rahmen von bundesweiten Europa-Aktionstagen diese Fragen an ausgewählten Volkshochschulen vertieft mit weiten Teilen der Bevölkerung zu diskutieren. Die Forschungsgruppe Jugend und Europa ist in diesen Diskurs konzeptionell beratend sowie inhaltlich eingebunden. Beim Runden Tisch in Berlin legten die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Eva Feldmann-Wojtachnia und Dr. Stefan Rappenglück gemeinsam mit dem Veranstalter Jochen Leyhe (Deutscher Volkshochschulverband, Bonn) ein richtungsweisendes Thesenpapier zur Diskussion vor. Zudem wurden die Podien, die dem Dialog zwischen Politik und Bildungspraxis gewidmet und Höhepunkt der Veranstaltung waren, von ihnen moderiert. Hier diskutierten Prof. Dr. Rita Süssmuth (Präsidentin des Deutschen Volkhochschulverbands), Michaele Schreyer (EU-Kommissarin a.D.), Waltraud Jahn-Hommer (Bundespresseamt) und Markus Löning, MdB, in Anwesenheit des Gastgebers, der Senatskanzlei Berlin, sowie Vertreterinnen und Vertretern des Auswärtigen Amtes, der Europäischen Kommission, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Berliner Landeszentrale, wie die unterschiedlichen jugendlichen und erwachsenen Zielgruppen zu mehr Partizipation und Engagement für Europa von Heute und Morgen gewonnen werden können.

Die Veranstaltung stieß bei allen Beteiligten auf ein positives Echo, da sie zielgerichtet auf die aktuellen Fragen der Bildungsarbeit einging, darüber hinaus aber auch den aktuellen, größeren gesellschaftspolitischen Hintergrund fachlich kompetent und wissenswert ausleuchtete. Als Fazit war man sich einig, eine Initiative wie der Runde Tisch "Europa. Zukunft. Bildung" sollte künftig als kontinuierliche Plattform für Informationsaustausch und Dialog zwischen Politik und Bildungspraxis fortbestehen, damit der Gedanke des bürgernahen Europas nicht zu einem bloßen Schlagwort verkümmert, sondern auch tatsächlich in der Gesellschaft verankert wird.

Download

Thesenpapier zur europapolitischen Bildung

Link zum Projektpartner

Institut für internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschulverbandes e.V., Bonn


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