Europäische Integration für chinesische Studenten
Zukünftige Führungskräfte lernen in Sommerkursen die Funktionsweise der EU
16.07.2008 · Forschungsgruppe Europa
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Derzeit sind 14 chinesische Studenten der Peking University am Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P) zu Gast. Im Rahmen der Munich International Summer University (MISU) absolviert die Gruppe das European Studies Program „Approaching the European Union“. Professor Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld gehört als Direktor des C·A·P dem Academic Board des Programms an. In enger Zusammenarbeit mit Kai Wede vom Internationalen Universitätsclub München e.V. organisierten Matthias Chardon (Leiter der Forschungsgruppe Europa) und Michael Bauer (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) den politikwissenschaftlichen Teil des Programms. Beide sind auch die hauptverantwortlichen Dozenten des Kurses.
Die 14 Studenten unterschiedlicher
Fachrichtungen setzen sich in einführenden Kursen insbesondere mit der
Entwicklung der Europäischen Union und den einzelnen politischen Aspekten der
Europäischen Integration auseinander. Die akademisch und fachlich
anspruchsvollen Kurse finden auf Englisch statt und zielen darauf ab, künftigen
Führungskräften Chinas einen vertieften Einblick in die Arbeits- und
Funktionsweise der Europäischen Union als prominentestes Beispiel gelungener
regionaler Integration zu geben. In erster Linie soll die Notwendigkeit
gemeinsamer Vorgehensweisen vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen des
21. Jahrhunderts verdeutlicht werden. Basierend auf einer interdisziplinären
Herangehensweise analysieren die Teilnehmer die historische Entwicklung sowie
ökonomische, soziale und politische Dimensionen der Europäischen Einigung.

Matthias Chardon, Michael Bauer, Kai Wende und Jürgen Turek (von oben) mit chinesischen Gaststudenten
Im Programm enthalten sind außerdem zahlreiche Exkursionen, die einen breiteren Einblick in die deutsche und europäische Geschichte und Kultur vermitteln sollen. So lernen die Studenten nicht nur München und einige kulturelle Höhepunkte und Sehenswürdigkeiten Bayerns kennen, sondern auch z.B. Berlin und Salzburg. Eine dreitägige Exkursion in die deutsche Hauptstadt und die darin enthaltenen Diskussionen mit Entscheidungsträgern sollen den Studenten das politische System sowie die Interessen Deutschlands näher bringen.
Zur Förderung des kulturellen Austausches und um dauerhafte Netzwerke knüpfen zu können – auch mit Blick auf ihr zukünftiges Berufsleben – sind die Studenten aus China besonders dazu ermutigt, mit deutschen Kommilitonen in Kontakt zu treten und zu diskutieren sowie vorhandene Einrichtungen der Universität für ihr Studium zu nutzen. Zudem haben sie die Gelegenheit, an einer Informationsveranstaltung über Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland teilzunehmen und während eines Besuches im chinesischen Konsulat Münchens Aufschluss über diplomatische Institutionen Chinas in Europa zu gewinnen.
Das C·A·P sieht es als eine wichtige Aufgabe an, seine Europa-Expertise auch zukünftigen chinesischen Führungskräften zu vermitteln und dazu beizutragen, dass durch Information und Debatte gegenseitiges Kennenlernen möglich wird. Bereits in der Vergangenheit ging das C·A·P immer wieder Kooperationen – vor allem mit dem Centre for European Studies der Renmin-Universität – ein. China wird insofern auch weiterhin im Fokus der europäischen Vermittlungsarbeit des C·A·P stehen.
Weitere Links zum Thema
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"China ist westlicher geworden" Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld im Audio-Interview 01.10.2009 · Bayern 2 / Radiowelt |
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Olympic Boycott Skirts Human Rights Debate in Europe Statement of Matthias Chardon 28.03.2008 · dw-world.de |
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Sino-European Conference on EU Enlargement Experts discuss impact on European Integration and the Global Political Economy 16.10.2007 · C·A·P |
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Chinese guest researchers at C·A·P Dr. Sun Long and Dr. Tang Haihua from Renmin University (Beijing) in Munich 16.10.2007 · C·A·P |










