Brücken bauen in Europa
Workshopmodell zur interkulturellen europapolitischen Bildung
13.08.2008 · Forschungsgruppe Jugend und Europa
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In Kooperation mit dem Goethe Institut und dem Theodolinden-Gymnasium (München) fand vom 3./4. Juli 2008 ein deutsch-ukrainisch-französischer Workshop für Jugendliche in München statt. Diese Initiative stand im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 850. Stadtgeburtstag Münchens, welche unter dem Motto "Brücken bauen" stehen. So hatte das Goethe Institut die Forschungsgruppe Jugend und Europa beauftragt, einen Europatag für eine Gruppe von jungen Münchnern sowie Jugendlichen aus Bordeaux und Kiev – zwei Partnerstädte der Landeshauptstadt – zu konzipieren und durchzuführen.

Fotos: Theodolinden-Gymnasium München
Ziele
Der Workshop "Brücken bauen in Europa" bot den Jugendlichen im Alter von 16-19 Jahren einen interaktiven jugendgerechten Rahmen, sich einen Tag lang intensiv mit Europa und seinem politischen System zu beschäftigen, um am darauf folgenden Tag mit dem Europa-Abgeordneten Bernd Posselt MEP gemeinsam Fragen der Zukunftsgestaltung Europas zu entwickeln sowie die Aufgaben und Möglichkeiten des Europäischen Parlaments in diesem Zusammenhang zu diskutieren.
Konzept
Für die Forschungsgruppe Jugend und Europa ist es bei all ihren Aktivitäten ein methodisches Anliegen, einerseits im geschützten Raum der europapolitischen Bildungsarbeit junge Menschen dazu zu motivieren, einen eigenen Standpunkt zu Europa und der Europäischen Union zu entwickeln. Sie erachtet dies als prinzipielle Grundvoraussetzung für die aktive Mitwirkung junger Menschen in Gesellschaft und Politik. Andererseits sieht die Forschungsgruppe ihre zentrale Rolle auch darin, konsequent den ernsthaften, fundierten Austausch mit den politisch Verantwortlichen im Sinne eines strukturierten Dialogs zwischen Jugendlichen und der Politik zu unterstützen - so wie es auch die Europäische Kommission mit der Vertiefung der Europäischen Jugendpolitik intendiert.

Politischer Rückenwind
Mit Blick auf die anstehenden EP-Wahlen im Juni 2009 standen die Beschäftigung mit dem Europäischen Parlament und das Treffen mit dem Abgeordneten Posselt im thematischen Mittelpunkt des Workshops. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich intensiv mit den Aufgaben, der Struktur sowie den politischen Aufgabenbereichen des EP vertraut und diskutierten die Frage, inwieweit Institutionen wie das EP eine notwendige Voraussetzung dafür sind, dass konstruktiv "Brücken in Europa" gebaut werden können.
Mit den Worten der zuständigen Kommissarin für Kommunikation und Vizepräsidentin der EU-Kommission Margot Wallström gesprochen, baut Europa "... Straßen, Brücken und Eisenbahnen, um die Menschen zusammen zu führen. Nun müssen wir die Kontakte zwischen Menschen stärken". Dieses Ziel hatte sich auch der Workshop zur Aufgabe gemacht. Vor dem Hintergrund des Europäisches Jahrs des Interkulturellen Dialogs 2008 konnten die beiden Europatage mit den aus drei Nationen stammenden Jugendlichen darüber hinaus verdeutlichen, wie wichtig der Austausch über die Fragen der persönlichen, nationalen und europäischen Identität sowie über die gemeinsamen Fundamente und Werte auf allen Ebenen der Begegnung ist.
Feedback aus Sicht der Jugendlichen

Ganz in diesem Sinne fassten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ergebnisse zusammen und zogen folgendes Fazit: "Internationale Freundschaften, interessante Erfahrungen und ein neues Bewusstsein für europäische Angelegenheiten – dies ist der Gewinn den wir aus dem Zusammentreffen mit anderen Jugendlichen aus Kiew und Bordeaux ziehen." – so bleibt nur zu hoffen, dass nicht erst der nächste runde Stadtgeburtstag Anlass für eine Fortführung des Programms gibt.
Projekte der Forschungsgruppe Jugend und Europa werden im Rahmen des Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
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