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Wieso kommen Typen wie Johnson und Trump so gut an?

Statements von Prof. Dr. Werner Weidenfeld

21.12.2019 · BILD


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Der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld sieht die Ursache der Erfolge von Trump, Johnson und Co. in einer Veränderung der kulturellen Rahmenbedingungen: „Jede Art von Originalität kann erfolgreich sein. Alte Bindungen sind erodiert, deswegen sind Menschen für jede Form der Originalität ansprechbar. Das spricht allerdings nicht für eine langfristige Bindung. Man weckt Aufmerksamkeit und das zieht an."

Bestes Beispiel dafür: SPD-Politiker Martin Schulz. Erst wurde er in einer Euphorie seiner Partei mit 100 Prozent gewählt – kurze Zeit später verschwand er quasi komplett von der Bildfläche.

Natürlich gibt es auch immer wieder nationale Besonderheiten, erklärt Weidenfeld: „Charismatische Ausstrahlung war schon immer wichtig. In der britischen Demokratie hat es diese originellen, spezielle Persönlichkeiten schon immer gegeben."

Aber warum scheint das (Fehl-)Verhalten vieler Politiker keine Rolle mehr zu spielen?

„Das spezielle Verhalten, das Hin und Her, die Eigenheiten sind eine besondere Spezialität. Das sind alles spezifische Typfragen. Es ist alles Ausdruck eines Orientierungsdefizits in der Politik – das macht gewisse Felder in der Gesellschaft frei und genau die werden von Menschen wie Johnson und Trump besetzt", sagte Weidenfeld zu BILD.

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