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„Unsere gemeinsame Aufgabe ist Bildung!“

Eine Welt der Vielfalt ® Trainerin ist „Vorbild“ in der Bundeskampagne „Mehr Zuwanderer im Öffentlichen Dienst“

Behice Şengün

01.02.2012 · Akademie Führung & Kompetenz


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Behice Şengün, Deutsch- und Geschichtslehrerin aus Oldenburg, wuchs in der Türkei auf und zog kurz vor ihrem 14. Geburtstag nach Deutschland. Neben ihrem Unterricht betreut sie auch eine Sprachlernklasse mit Schülerinnen und Schülern aus neun Nationen – ein stets neue Herausforderung. Ein Kurzfilm bietet einen Blick auf Behice Şengün und ihre Arbeit. Eine Welt der Vielfalt ®, das Programm in dem Behice Şengün zur Trainerin ausgebildet wurde, zeigt die Entstehung von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext auf. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin die strukturellen Formen von Diskriminierung bewusst zu machen. Die TeilnehmerInnen werden befähigt, gelernte und vertraute Bilder und Erfahrungen zu differenzieren, Perspektivenwechsel vorzunehmen und so neue Erfahrungen zu machen.

Die Bundeskampagne hat zum Ziel den Anteil an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst zu steigern. Die Kampagne sieht die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen als wesentlichen Aspekt für die Einstellung im Öffentlichen Dienst und nicht die Herkunft oder den Namen. Der Wunsch ist, die öffentlichen Stellen so vielfältig zu machen wie das Land selbst. Im Unterschied zur Wirtschaft sind Menschen mit Migrationshintergrund in der Verwaltung noch selten. Um das zu ändern wurde der Nationale Aktionsplan Integration ins Leben gerufen. Der Aktionsplan beinhaltet ein Dialogforum "Migranten im Öffentlichen Dienst" mit dem strategischen Ziel konkrete Maßnahmen zu entwickeln um Bewerberinnen und Bewerbern auf allen Ebenen der Verwaltung Zugangsmöglichkeiten zu schaffen. Eine engere Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit soll dabei helfen den beruflichen Weg in die Verwaltung zu ebnen. Da den meisten Migrantinnen und Migranten Vorbilder in der Verwaltung fehlen, sollen Schülerpraktika dieses derzeitige Defizit umgehen.

Behice Şengün beschreibt in dem Kurzfilm ihre Situation im Lehrerkollegium. Sie ist dort die einzige Lehrkraft mit Migrationsgeschichte. Das ist sicherlich kein Einzelfall an deutschen Schulen und angesichts der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Gründen problematisch. Zu diesem hat die Heinrich-Böll Stiftung eine Studie in Auftrag gegeben, um die fehlende Vielfalt im LehrerInnenkollegium an deutschen Schulen zu untersuchen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Viola B. Georgi – einer ehemaligen Mitarbeiterin am C·A·P - hat der Arbeitsbereich Interkulturelle Erziehungswissenschaft der Freien Universität Berlin im Frühjahr 2010 eine Fragebogenerhebung mit 200 Lehrenden und 60 biografische Interviews durchgeführt. Die äußerst interessanten Ergebnisse sind hier zu finden.


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