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Babylon (auch) in unserer Stadt?

Sprache und Integration als Planspiel im schulischen Unterricht

Von Doerthe Winter, Zeitschrift 'Deutsch' (Ausgabe 8/3. Quartal 06)

22.11.2006 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Planspiele gelten als 'Großmethode' und kommen in der Schule nur bedingt zum Einsatz, da sie zeit- und personalintensiv bzw. mit größerem logistischen Aufwand verbunden sind. Gleichzeitig handelt es sich aber um eine interaktive, handlunsgorientierte Vermittlungsmethode, deren Effekte für eine ganze Fülle von Lerngebieten mit großer Langzeitwirkung nutzbar gemacht werden können. Wie das funktioniert, zeigt das Beispiel  Babylon in unserer Stadt, ein Planspiel zum Thema "Zuwanderung, Sprache  und Integration."

Einbürgerungstests, verpflichtende Sprachkurse für Migranten, Ausschluss vom schulischen Unterricht bei mangelnden Sprachkenntnissen oder schlechtes Abschneiden bei PISA aufgrund des hohen Migrantenanteils an deutschen Schulen -  das sind nur einige Schlagworte,  die die öffentliche Debatte zum Thema sprachliche Integration in Deutschland bestimmen. Auf plakative Weise spiegeln sie die Grundsituation und besondere Problematik zugleich wieder: Einerseits  hat sich hinlänglich das Bewußtsein durchgesetzt, eine Einwanderunsgnation geworden zu sein, für die es tragfähige Integrationskonzepte zu entwickeln gilt. Andererseits scheinen diese einseitig auf eine reine Assimilationsleistung der Migranten in Bezug auf die deutsche Sprache und Kultur ausgerichtet zu sein. Niemand wird in Abrede stellen wollen, dass Integration (auch) eine gemeinsame sprachliche Basis benötigt und dass die Förderung von Deutschkenntnissen hierfür unbedingt ein Schritt in die richtige Richtung darstellen. Wie aber sieht es mit der Akzeptanz und Ressourcennutzung der  Herkunftssprachen und Kulturen aus? Wer immer diese Frage in die Diskussion einbringt, wird feststellen, wie viel tief verwurzelte Unsicherheiten, Ängste  und Vorbehalte im Umgang miteinander das Thema beherrschen. Befürchtungen hinsichtlich der Entwicklung von  'Parallelgesellschaften'  oder Meinungen wie 'Die wollen sich ja gar nicht integrieren' stellen da nur zwei Beispiele dar.

Sachliche Argumentationen in Verbindung mit einer starken emotionalen Besetzung des Themas bestimmen also vielerorts die öffentliche Diskussion, die auch Jugendliche in ihrem unmittelbaren schulischen Lebensumfeld betrifft. Schon von daher tun Vermittlungsformen zur Stärkung interkultureller Kompetenz und Diskussionsbereitschaft gut daran, dieses Konfliktpotential offensiv zu thematisieren und zum Lerngegenstand selbst zu machen, will man auf diesem Gebiet nachhaltige Veränderungen und Erfolge erzielen. Ein solches Modul stellt das von der Forschungsgruppe Jugend und Europa in München entwickelte Planspiel Babylon in unserer Stadt dar, das schon seit einigen Jahren in der interkulturellen Demokratie- und Toleranzerziehung eingesetzt wird.

Was aber leistet so ein Planspiel, was ist das überhaupt und wie funktioniert es? Die Planspielmethode wurde ursprünglich im militärischen und betriebswirtschaftlichen Umfeld entwickelt, hat aber inzwischen in zahlreichen weiteren Lernbereichen Eingang gefunden. Auch die politische Bildung hat längst das Potenzial von Planspielen erkannt, wenn es darum geht, komplizierte und 'schwer vermittelbare' politische Abläufe und Strukturen anschaulich und lebendig zu vermitteln. Die 'Kunst' besteht dabei vor allem darin, zeitliche wie institutionelle Abläufe zielgruppengerecht so zu komprimieren, daß deren Kernwesen erhalten bleibt und sich zugleich in eine ansprechende Spielidee umsetzen läßt. Planspiele in der politischen Bildung arbeiten daher bevorzugt mit eindeutigen Interessensgegensätzen und einem Spannungsbogen, bzw. der Notwendigkeit, im Verlaufe des Spiels eine Entscheidung herbeizuführen. Auf der Basis einer realitätsnahen Ausgangslage – dem Szenario –werden die Mitspielenden für die Dauer des jeweiligen Planspiels zu Akteuren und Akteurinnen. Dabei lernen sie, sich in deren Gedanken- und Lebenswelt hineinzuversetzen, unterstützt durch präzise ausgearbeitete Hintergrundinformationen und Rollenprofile.

Bücher spalten einen Stadtteil: das Szenario

Nach diesem Prinzip funktioniert auch 'Babylon in unserer Stadt'. Schauplatz des Geschehens  ist die fiktive Kreisstadt Marienstein mit ca. 250.000 Einwohnern. Der Ort ist geprägt durch eine langjährige industrielle Tradition. Wie für solche Städte typisch, gibt es hier einen hohen Ausländeranteil, verursacht durch die Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer in den 50er und 60er Jahren. Viele von ihnen sind dauerhaft geblieben und so hat sich in vielen Stadtteilen Mariensteins mittlerweile eine lebhafte durch die Zuwanderer geprägte öffentliche Kultur ausgebildet. Dies kommt vor allem im traditionellen 'Arbeiterstadtteil' Felsbrück mit 28% Ausländeranteil zum Ausdruck. Längst gibt es dort nicht nur Dönerbuden, türkische Cafés oder Lebensmittelläden unterschiedlichster Nationalitäten, sondern auch Fördervereine wie den "Interkulturellen Freundschaftsverein – Die Brücke e.V.". Jener findet mittlerweile sogar – mit Unterstützung der Grünen und der SPD und gegen den langjährigen Wiederstand der CSU – öffentliche Unterstützung und Förderung seitens des Stadtrates. Bislang sahman sich in Felsbrück also in puncto Integration von ausländischen Mitbürgern auf einem guten Weg -  bis eines Tages ein Vorstoß der Initiativgruppe "Bücher interkulturell" die Gemüter in Aufruhr versetzt.

Schon länger hatten die Mitglieder dieser Gruppe bemängelt, dass in der öffentlichen Stadtteilbibliothek von Felsbrück keine Bücher in der jeweiligen Muttersprache der Einwanderer zu finden seien. Sie halten das für einen Skandal und fordern, daß der öffentliche Bibliotheksbestand künftig – proportional zum Anteil der ausländischen Bevölkerung in Felsbrück - 28% fremdsprachige Bücher und Medien beinhalten müsse. Nachdem der Stadtrat auf diesen Vorstoß zurückhaltend reagierte und bislang noch kein Ratsmitglied für diese Initiative gewonnen werden konnte, startet die Initiativgruppe eine Unterschriftensammlung mit dem Ziel, eine Bürgerversamlung einzuberufen. Die Idee stößt bei Parteien, Organisationen, Bürgerinnen und Bürgern auf ein stark geteiltes Echo. Während die einen die Initiative als begrüßenswertes Signal hinsichtlich interkultureller Öffnung unterstützen, lehnen die anderen dieses Ansinnen kategorisch ab.

Vor allem die Stiftung "Bürgerlicher Bildungsverein", eine traditionsreiche Vereinigung ortsansässiger gutsituierter Mariensteiner Bürgerinnen und Bürger, kritisiert die Aktion scharf. Sie unterstützt den öffentlichen Bibliotheksetat der Stadt durch großzügige Spenden in Höge von fast 50% des Gesamtvolumens und droht mit sofortiger Streichung der Gelder, sollte die Forderung umgesetzt werden. Der kommunale Haushalt wiederum ist mehr als angespannt und der Wegfall der finanziellen Unterstützung seitens des Bildungsvereins könnte durch  andere Mitteln nicht kompensiert werden. Zahlreiche Lehr- und Elternvertreter des stadtteilansässigen Gymnasiums wollen den Rückzug des Bildunsgvereins aus der öffentlichen Förderung um jeden Preis verhindern und machen ebenfalls Stimmung gegen die Unterschriftensammlung. In dieser aufgeladenen Stimmung trifft sich die Bürgerversammlung,  bei der aber  eine Lösung gefunden werden muß, die für alle Seiten akzeptabel ist.

Vorbereitung  und Ablauf

Soviel also zum Szenario, für dessen Vorstellung im Spielverlauf genügend Zeit einkalkuiert werden sollte. Das gilt auch für die Vorbereitungen als solche. Rechtzeitig vor Spielbeginn müssen die nötigen Unterlagen kopiert, genügend Räumlichkeiten für die jeweiligen Arbeitsgruppen, Stellwände, Flipchartpapier und ggf. Polaroid/Digitalcameras für ein Presseteam organisiert werden. Da das Planspiel umfangreiche Text- und Auswertungsarbeit verlangt, bietet sich der Einsatz im Unterricht erst ab der 10. Klasse aufwärts an. Das Leitungsteam sollte auf jeden Fall aus 2 Personen bestehen. Diesen Part können natürlich zwei Angehörige des Lehrpersonals übernehmen.

Es lohnt sich, dem 'Setting'  besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Je glaubwürdiger die Umgebung gestaltet ist, desto leichter fällt es den Spielenden, ihre Rolle zu finden. So können z.B. Namensschilder, eine Tischglocke, Einladungsplakate u.ä.  zur Ausschmückung benutzt werden. Damit genügend Zeit für Diskussionen und eine gründliche Auswertung bleibt, sollten für das Planspiel mindestens 3-4 Stunden eingeplant werden.  Als sinnvoll erweist sich folgende zeitliche Einteilung der einzelnen Spielphasen:

Ca. dreistündig

  • 30 min: Einführung und Vergabe der Rollen
  • 30 min: Einlesen und erste Kontakte
  • 45 min: 1. Bürgerversammlung, Vorstellung der Positionen und Diskussion
  • 20 min: Treffen in Arbeitsgruppen und Formulierung von Anträgen
  • 30 min: 2. Bürgerversammlung, Antragstellung und Abstimmung
  • 30 min: Auswertung

Ca.vierstündig:

  • 30 min: Einführung und Vergabe der Rollen
  • 20 min: Einlesen
  • 30 min: informelles Kennenlernen, erste Strategietreffen
  • 45 min: 1. Bürgerversammlung: Vorstellung der Positionen und Diskussion
  • 45 min: Formulierung von Anträgen und Arbeitsgruppen
  • 45 min: 2. Bürgerversammlung: Antragstellung, Diskussion, Änderungsanträge, Abstimmung
  • 45 min: Auswertung

In der Einleitung erfahren die Teilnehmenden zunächst Grundsätzliches zur Methode, zum Szenario und zum Ablauf der Simulation; welche Aufgaben hat jeder, was ist das Ziel der Methode. Alle Mitspielenden erhalten zudem eine schriftliche Einführung in das Szenario. Sie beinhaltet den Hintergrund des Konflikts statistische Bevölkerungsangaben, Zahlenmaterial,  rechtliche Grundlagen und  Ablauf  einer Bürgerversammlung sowie die wesentlichen Positionen der Hauptakteure.

Die Rollenprofile enthalten Angaben zum biografischen Hintergrund der zu spielenden Person, skizzieren deren Position im beschriebenen Konflikt und liefern Anregungen zur taktischen Vorgehensweise in der Bürgerversammlung. Betont werde sollte, daß es sich um Rollen handelt und diese nicht unbedingt der realen Position des Einzelnen entsprechen müssen. Außerdem steht es den Spielenden frei, ihre Rolle selbstständig weiterzuentwickeln und durch eigene Ideen zu ergänzen. Insgesamt sind 25 Rollenprofile vorgegeben, wobei noch einige zusätzliche Kurzprofile (interessierte Bürger, die an der Versammlung teilnehmen wollen, Vertreter der Presse) mitgeliefert werden, sollte es sich um eine größere Gruppe handeln. Die ideale Spielstärke beträgt jedoch maximal 30 Personen, will man allen Teilnehmenden die Möglichkeit geben, ihre Rolle aktiv auszufüllen.

Mit Ausnahme derjenigen Rollen, die besonderen Einsatz oder spezifische Kompetenzen erfordern (Sitzungsleitung und Presseteam) empfiehlt es sich, die Rollen nach dem Zufallsprinzip zu vergeben und nicht die Teilnehmenden selbst wählen zu lassen. Das erhöht die Chance, sich ggf. auch einmal in eine völlig andere Sichtweise und Position zum Thema hineinversetzen zu können bzw. zu müssen. Das Leitungsteam sollte sich ebenfalls eine Rolle geben, z.B. als Landrat/Landrätin oder Rathausangestellte/r, insgesamt aber so wenig wie möglich in den Spielverlauf eingreifen. Keinesfalls darf die Simulation durch Erläuterungen oder Korrekturen unterbrochen oder die Teilnehmenden außerhalb ihrer Rolle angesprochen werden. Lediglich bei persönlichen Angriffen muß interveniert werden.

Sind diese Vorbedingungen geklärt, kann die eigentliche Simulation beginnen – die Teilnehmenden versammeln sich im Sitzunsgssaal und legen ihre Positionen in einer ersten Diskussion dar. Dabei können sie die Positionen der anderen Parteien bzw. Möglichkeiten und Hindernisse für eventuelle Kompromisse ausloten. Anschließend wird die Sitzung unterbrochen und die Spieler treffen sich in selbstorganisierten Arbeitsgruppen, um etwaige Anträge auszuformulieren. In der zweiten Sitzung werden diese verlesen, diskutiert und zur Abstimmung gebracht. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses wird die Sitzung geschlossen.

Der abschließende Auswertungsteil dient  der Reflexion des Erlebten und der Transferleistung auf die realen Lebensumstände. Die Mitspielenden können  hier äußern, wie sie sich innerhalb ihrer Rolle gefühlt haben oder wie zufrieden sie mit dem Verlauf und Ergebnis sind. Anschließend legen alle Teilnehmenden bewußt ihre Rolle ab, z.B. durch ein markantes Symbol wie dem Absetzen des 'Rollenhutes'. Es empfiehlt sich eine kurze Pause, da ein solches Planspiel u.U. auch emotional sehr anstrengend ist. Im Anschluß daran kann diskutiert worden, welche Erkenntnisse die Mitspielenden über das Verhältnis von zugewanderten und aufnehmender Gesellschaft gewonnen haben, wie sie die Situation im eigenen Lebensumfeld einschätzen oder welche sprachlichen Machtverhältnisse dort gesehen werden. Es könnte z.B. überlegt werden, welchen Stellenwert man jeweils selbst der eigenen Muttersprache beimißt, ob eine Forderung nach Erhöhung des Anteils von französisch- oder englischsprachiger Literatur auch eine solche Debatte nach sich gezogen hätte, oder ob hier nicht unbewußt sprachliche Vorurteile und Wertehierarchien bedient werden.

Lerneffekte und Nutzen

Die Mitspielenden  müssen in kurzer Zeit komplexe Anforderungen erfassen, Positionen oder Parteien bzw. Interessensgruppen vertreten, Kontroversen ausdiskutieren, Koalitionen eingehen und Kompromisse eingehen. Mit anderen Worten: Sie können sich in demokratischen 'Grundtugenden' einüben, die eigene Ausdrucks- Kommunikations- und Reflexionsfähigkeit trainieren und noch dazu ihre geistige Flexibilität und Empathie–Fähigkeit stärken. Im Hinblick auf das Thema 'Sprache und Integration' kann, zusätzlich zu den schon bei der Auswertung genannten Aspekten,  die persönliche Sensibilisierung und Bereitschaft erreicht werden, das eigene Lebensumfeld wie Familie, Freundeskreis, Schule oder Wohnort genauer zu betrachten. Sie ermöglicht es gerade auch Jugendlichen, sich zukünftig selber bewußter zu positionieren oder ggf. sogar persönlich zu engagieren.

Zur Forschungsgruppe Jugend und Europa (FGJE)

Die FGJE ist ein bundes- und europaweit tätiges wissenschaftliches Beratungszentrum für die politische Bildungs- und Jugendarbeit am Centrum für angewandte Politikforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Neben zahlreichen anderen Schwerpunkten entwickelt sie seit vielen Jahren Planspiele für die politische Jugend- und Erwachsenenbildung. Durchgeführt werden die Planspiele in der Regel durch das Juniorteam Europa, einem Pool von jungen Teamern und Teamerinnen zwischen 18 und 25 Jahren, die dafür von der FGJE methodisch und didaktisch geschult werden.

'Babylon in unserer Stadt' entstand  2002 im Rahmen des entimon Bundesprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus". Eine teilaktualisierte Fassung wird im Sommer 2006 im Multiplikatorenhandbuch Sprache-Macht-Demokratie im Wochenschau Verlag erscheinen. Nähere Informationen zur Arbeit der Forschungsgruppe und zum Juniorteam Europa unter www.fgje.de.

Literatur

Viola B. Georgi / Marc Schürmeyer: Zuwanderung und Integration. Eigenverlag 2002 (Druckausgabe vergriffen, Download unter www.fgje.de/Materialien)

Susanne Ulrich / Florian Wenzel (Hg.): Sprache-Macht-Demokratie. Ein Multiplikatorenhandbuch. Wochenschau Verlag 2006

Basil Schader: Sprachenvielfalt als Chance. Handbuch für den Unterricht in weiterführenden Klassen. Orell Fuessli 2000.


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