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Polen und Deutschland als Motor einer EU-Ostpolitik

Polens Staatspräsident Kwasniewski zu Gast bei der Bertelsmann Stiftung in Berlin.

Nach einem Treffen mit Bundespräsident Horst Köhler hat der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski am 26. Februar 2005 in der Bertelsmann Stiftung in Berlin ein Referat zur polnischen Europa- und Außenpolitik gehalten. Das Interesse der politisch interessierten Öffentlichkeit war nicht alltäglich. Als Beobachter an der Veranstaltung nahmen über 100 Vertreter deutscher und internationaler Medien teil.

01.03.2005 · Bertelsmann Forschungsgruppe Politik


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Polens Staatspräsident Aleksander Kwasniewski bekräftigte auf dem Bertelsmann-Forum den Willen seines Landes nach einer engen Partnerschaft mit Deutschland. Kwasniewski zog in der Berliner Repräsentanz von Bertelsmann AG und Bertelsmann Stiftung "Unter den Linden 1" nach 300 Tagen auch eine positive Bilanz der Mitgliedschaft Polens in der Europäischen Union: Die Zufriedenheit der Bürger mit der EU übersteige die Hoffnungen der größten Optimisten. Polen sei eine "Energie- und Enthusiasmusspritze" für die EU und die Chancen für die Annahme des Europäischen Verfassungsvertrages in Polen stünden gut.


Prof. Dr. Werner Weidenfeld und Staatspräsident Aleksander Kwasniewski

Dass es ab und an Uneinigkeiten zwischen Warschau und anderen europäischen Partnern gebe, sei normal und spiegele den demokratischen und pluralistischen Willensbildungsprozess in der EU wider.

Das Jahr 2005 mit dem 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs müsse als Anlass dafür genutzt werden, an die Geschichte zu erinnern und über die Vergangenheit nachzudenken. Die Europäer dürften dabei nicht dulden, dass Fakten verfälscht und die Geschichte umgeschrieben würde. Die historische Wahrheit solle die Völker Europas nicht mehr teilen, sondern die Grundlage für ihre Zukunft sein.

Die Ukraine warte auf den Beitritt zur EU, so Kwasniewski weiter. Nach Auffassung der polnischen Regierung könne die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Kiew nur eine Frage der Zeit sein. Deutschland und Polen sollten sich vorab für die Aufnahme der Ukraine in die NATO einsetzen.

Die EU-Mitgliedschaft Polens habe die bilateralen Beziehungen zwischen Berlin und Warschau um die europäische Dimension bereichert. Neue gemeinsame Initiativen und Impulse könnten die beiden Nachbarländer zum "östlichen Motor" der EU machen.


Prof. Dr. Werner Weidenfeld, Staatspräsident Aleksander Kwasniewski und Liz Mohn.

Weitere Informationen

Die Bertelsmann Stiftung arbeitet mit dem polnischen Präsidialamt seit 1998 sehr eng zusammen. 1999 wurde in Warschau das Internationale Bertelsmann Forum veranstaltet, in den folgenden Jahren ein deutsch-jüdisch-polnischer Dialog.

Weitere Informationen zum Projekt der Bertelsmann Stiftung, zur polnischen Außen- bzw. Europapolitik und den bilateralen deutsch-polnischen Beziehungen unter:

http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/19391.jsp


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