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Europakonvent

Junge Europäer aus insgesamt 19 verschiedenen Ländern diskutierten in Berlin die Zukunft Europas.

26.05.2003 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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  Europakonvent Berlin

Gut einhundert junge Europäer aus insgesamt 19 verschiedenen Ländern beschäftigten sich auf Einladung des C·A·P vom 6. - 10. April 2003 in Berlin intensiv mit der Zukunft der Europa. Die Schirmherrschaft hatte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Renate Schmidt übernommen. Unterstützt wurde das Projekt von deren Ministerium sowie vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

Konzipiert war die Veranstaltung weder als Expertendiskussion noch als Simulation, sondern vielmehr als ein Forum zur persönlichen Auseinandersetzung mit individuellen Hoffnungen, Erwartungen und Befürchtungen im Zusammenhang mit der europäischen Integration.

Durch eine heterogene Zusammensetzung der Teilnehmerschaft (Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende, zur Hälfte aus Deutschland, zur Hälfte aus insgesamt 18 weiteren europäischen Ländern) sollte dabei eine möglichst vielschichtige Debatte angestoßen werden.

Dem Ansatz der peer group education folgend wurde die inhaltliche Betreuung der Teilnehmer von Gleichaltrigen übernommen, die im Rahmen des ‚Juniorteam Europa’für derartige Aufgaben geschult sind. Klare Vorgabe bei dieser Veranstaltung war es, den Teilnehmenden die volle Verantwortung für die Abschlussresolution zu überlassen.

Nach gegenseitigem Kennenlernen, offizieller Eröffnung und Erläuterung des Ablaufs folgte zunächst eine intensive Arbeitsphase in fünf Gruppen. Hier sollten jeweils verschiedene Perspektiven auf das Europäische Projekt eingenommen und durchdacht werden. Die Gruppenbetreuer hatten hier die Aufgabe, die Diskussion anzustoßen und bei Bedarf die Bandbreite möglicher relevanter Aspekte aufzuzeigen. Für die nach Anhörung von Politikern und Experten erstellten Arbeitsgruppenpapiere zeichneten dann schon die Teilnehmenden verantwortlich. Abgeschlossen wurde diese zweitägige Phase mit einer Präsentation der fünf Papiere im Plenum.

Die weitere Arbeit fand unter der Leitung eines von den Teilnehmenden gewählten Präsidiums statt. Dessen Entwurf eines Ergebnispapiers war Grundlage der Arbeit im Plenum. Nach Abschluss der Veranstaltung wurde das Ergebnis Prof. Jürgen Meyer, Vertreter des Bundestages im Europäischen Konvent, sowie Claus-Peter Clostermeyer von der Landesvertretung Baden-Württemberg vogestellt.

Insgesamt hat sich der Ansatz, ein Thema in einem offenen Forum von verschiedenen Seiten zu beleuchten, dabei auf das persönliche Engagement und die persönlichen Interessen der Teilnehmenden zu setzen und ihnen die Hauptverantwortung für das Ergebnis zuzumuten, ausgezahlt. Für viele war die Veranstaltung auch ein sehr persönlicher Erfolg, nicht wenige haben sich selbst in neuen Rollen wiedergefunden und neue Fähigkeiten an sich entdeckt.

Gerade im Bereich der Europapolitik, wo die Beteiligung und Einbindung der Bürger immer noch viel zu gering ist und wo deshalb das Gefühl von Machtlosigkeit und persönlicher Irrelevanz viel zu weit verbreitet ist, sollten weitere Initiativen dieser Art bedacht werden.

Links

Projekt-Homepage

Rückblick: Der Europakonvent in Berlin

Ergebnis-Papier


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