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Auftaktkonferenz des Projektes "Deutsche Kontraste"

C·A·P erarbeitet Konzeptband zur inneren Einheit

29.06.2009 · Forschungsgruppe Deutschland


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Handbücher, die das wiedervereinigte Deutschland zum Thema haben, sind im Arbeitsbereich der Forschungsgruppe Deutschland am Centrum für angewandte Politikforschung schon eine Tradition. Nach dem Handbuch zur deutschen Einheit und dem Deutschland TrendBuch erarbeiten die Wissenschaftler am C·A·P nun in Zusammenarbeit mit der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur einen Konzeptband zur inneren Einheit. Der Titel "Deutsche Kontraste" weist schon darauf hin: Hier geht es nicht nur um Ost-West-Kontraste, sondern um verschiedene, schärfere oder weichere Kontraste, die sich zum Teil überschneiden und überlagern.


Mehr als zwanzig ausgewiesene Experten setzen sich mit deutschen Kontrasten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Werte und Kultur auseinander. Für einen gemeinsamen Konzeptband ist da enge Abstimmung nötig. Deshalb haben sich die Autoren am 18. und 19. Juni 2009 am C·A·P in München getroffen, um über die Konzeption des Handbuches zu diskutieren. Es ging dabei um die grundsätzliche Anlage der Beiträge, aber auch um die Zuspitzung der unterschiedlichen Kontraste und deren mögliche Überlagerungen. Das Spektrum der untersuchten Kontraste reicht von Religiosität und Atheismus bis zu Zentralismus und Föderalismus, von Arme und Reiche bis zu Geschichte und Zukunft.

Auch die Problematik von Ost-West-Vergleichen wurde thematisiert: "Der Ost-West-Gegensatz ist auch ein Konstrukt, eine Self-Fulfilling-Prophecy", so Prof. Dr. Roland Sturm von der Universität Erlangen-Nürnberg. Dies will Dr. Michael Weigl vom C·A·P auch zum Thema des Buches machen: "Man erwartet bisweilen größere Differenzen. Wenn man feststellt, dass es gar keinen Ost-West-Unterschied gibt, muss man fragen: Warum ist das nicht so, wie man es vermuten würde?"




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