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Viel Stress bei Kompromiss

EUROPA Humboldt-Schüler lernen, wie Parlamentsarbeit funktioniert

07.11.2009 · MAIN-SPITZE


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Wie die politische Arbeit im Europäischen Parlament funktioniert, erlebten 40 Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule hautnah. Und dafür mussten sie noch nicht einmal ihre Schule in Rüsselsheim verlassen. In einem zweitägigen Projekt bekamen sie die Arbeit von Parlament und Ministerrat per Planspiel erklärt.

Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit bietet das EU-Parlament (EP) 20 dieser Planspiele pro Jahr an, verbunden mit dem Besuch des örtlichen EP-Abgeordneten zum Abschluss. Gestern war deshalb Michael Gahler (CDU) in der Humboldtschule zu Gast und gab weitere Informationen zur Parlamentsarbeit.

Für das Planspiel wurden aus jeder Klasse der Jahrgangsstufe zehn Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme ausgewählt. Durchgeführt hat das Planspiel das "Centrum für angewandte Politikforschung" (C·A·P) der Ludwig-Maximillians-Universität München. In Rüsselsheim waren als Teamer Tobias Raschke und Florian Aue, von der Schule hat Oskar Miklea die Schüler betreut.

An einer realen Vorgabe wurde die Meinungsfindung im EP durchgespielt. Es ging um den Umweltschutz, konkret sollte eine Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen beschlossen werden. Dabei mussten sich die Schüler auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und den Anteil der erneuerbaren Energien einigen.

Die CAP-Mitarbeiter hatten dazu Szenarien entwickelt, die an die Schüler verteilt wurden. So waren einige Schüler Abgeordnete in verschiedenen Fraktionen, andere gehörten dem Ministerrrat an, der Vertretung der Staatschefs der EU-Mitgliedsstaaten. Eine dritte Gruppe bildeten die Lobbyisten, die vor allem die Atomenergie vertreten mussten und die vierte Gruppe bildete die Öffentlichkeit in Form von Pressevertretern. Um eine Diskussion zu ermöglichen, gab es für die verschiedenen Fraktionen und Abgeordnete weitere Vorgaben.

Am Ende schafften es die Schüler der Rüsselsheimer Europaschule, einen Kompromiss auszuarbeiten. Das sei nicht immer so, meinte Raschke zum Abschluss. Und auch Gahler lobte das Ergebnis, das sehr gut eine mögliche Einigung im EP widerspiegele.

Die Schüler zeigten sich im Abschlussgespräch erstaunt über den Stress, den es bei der Ausarbeitung des Kompromisses gegeben hatte. Schulleiterin Renate Pilgenröther war am Ende sichtlich stolz auf ihre Schüler.


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