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Die Internetkampagnen im Bundestagswahlkampf 2009

C·A·P Working Paper der Forschungsgruppe Deutschland

Kathrin Wimmer: Die Internetkampagnen im Bundestagswahlkampf 2009, C·A·P Working Paper der Forschungsgruppe Deutschland, Sepember 2009

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21.09.2009 · Kathrin Wimmer


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Kommunikationsmedien haben den politischen Wettbewerb seit jeher geprägt. Schon im alten Rom demonstrierten Politiker den traditionellen Herrschaftsanspruch ihrer Familie, indem sie Holzschnitte ihrer Vorfahren ausstellten. Im 30-jährigen Krieg wurde das Flugblatt zum Leitmedium für die Information über die politische Gemengelage, im 19. Jahrhundert folgte die periodische Presse – Reichskanzler Bismarck nutze das Medium mit der Veröffentlichung der 'Emser Depesche' geschickt, um außenpolitische Ziele zu erreichen. Der Durchbruch der Radiotechnik stand in Deutschland im Zeichen des Nationalsozialismus – Reichsminister Goebbels missbrauchte den "Volksempfänger" zur Verbreitung von NS-Propaganda. Ab Mitte der 50er Jahre erlebte die Bundesrepublik eine weitere Zäsur: Das Fernsehgerät eroberte deutsche Wohnzimmer und so konnten die Bürger den Wahlkampf in Bild und Ton verfolgen. Studien schrieben dem neuen Leitmedium teils 'starke Effekte' auf das individuelle Wahlverhalten zu, das Fernsehen galt als "getarnter Elefant", der das Meinungsklima beeinflusst. Seit Mitte der 90er Jahre lässt sich der Aufstieg eines weiteren massenwirksamen Mediums beobachten: Schritt für Schritt erobert das Internet das Alltagsleben der Bundesbürger und damit auch die Wahlkämpfe.

Über die Autorin

Kathrin Wimmer, Jg. 1978, promoviert derzeit am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München über "Die öffentliche Rolle des Staatsministers für Kultur und Medien. Eine Fallstudie zum Verhältnis von politischer Kommunikation und politischer Kultur". Daneben ist sie als Referentin für Hochschule, Forschung und Kultur im Bayerischen Landtag sowie als Lehrbeauftragte an der LMU München sowie an der FH München tätig. Nach ihrem Studium an der Münchner Hochschule für Politik und an der Bayerischen Akademie für Marketing und Werbung arbeitete sie als Beraterin für Krisenkommunikation und Public Affairs bei der Agentur Pleon und beim Pharmahersteller ratiopharm.


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