01.08.2014
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Tagungsdokumentation des Runden Tischs zum Strukturierten Dialog mit der Jugend

Beispiele guter Beteiligungspraxis

Der Strukturierte Dialog mit der
Jugend – quo vadis?
Forschungsgruppe Jugend und Europa am Centrum für angewandte Politikforschung (Hrsg.):
Eine Tagungsdokumentation des Runden Tischs zur Politischen Bildung am 25.-26.02.2008 in München
ISBN 3-933456-43-6, München 2008

PDF-Download


Die Dokumentation ist auch in einer Printversion erschienen und kann kostenlos bei der Forschungsgruppe Jugend und Europa unter sekretariat@fgje.de angefordert werden kann.


12.08.2008 · C·A·P


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Die vermeintliche Politikverdrossenheit Jugendlicher wird von den Medien regelmäßig thematisiert. Weitgehend unbekannt bleiben hingegen die zahlreichen Beispiele guter Beteiligungspraxis. Ebenso wenig bekannt ist ein neues Instrument der EU, welches Ende 2006 geschaffen wurde, um die Partizipation Jugendlicher in Europa qualitativ zu verbessern: der sogenannte "Strukturierte Dialog" mit der Jugend. Dies nahm die Forschungsgruppe Jugend und Europa zum Anlass, in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Austauschforum vom 25.-26.02.08 am C·A·P zu dieser Thematik zu veranstalten. Ziel dieses Runden Tisches war es, im Fachkreis von über vierzig ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Politik, Jugend- und Bildungsarbeit und den Medien gemeinsame Handlungsempfehlungen und Optimierungsvorschläge zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs zu erarbeiten. Als Referenten konnten unter anderem Frans Timmermans, Europaminister der Niederlande, sowie die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süßmuth begrüßt werden. Moderiert wurde der Fachaustausch von Eva Feldmann-Wojtachnia und Dr. Barbara Tham der Forschungsgruppe Jugend und Europa. Als Diskussionsgrundlage diente ein Konferenzpapier der Forschungsgruppe, das die zentralen Thesen zum Thema zusammenfasste.

Ergebnisse

Die Debatten des Runden Tischs zeigten einhellig, dass der Strukturierte Dialog als Chance und Herausforderung angesehen wird, um die schwierige Beziehung zwischen Jugend und Politik auf der einen Seite sowie zwischen Jugend und Europa auf der anderen Seite zu verbessern. Unabdingbar hierfür ist jedoch die Ernsthaftigkeit, mit der dieser Prozess kontinuierlich verfolgt und weiterentwickelt wird. Insbesondere sind dabei die politischen Akteure gefordert, auf die Jugendlichen zuzugehen, deren Anliegen wahrzunehmen und die damit verbundenen Forderungen in die politische Entscheidungsfindung einfließen zu lassen. In diesem Kontext wäre auch eine stärkere Einbindung des Europäischen Parlaments in den Strukturierten Dialog wünschenswert. Nur wenn Jugendbeteiligung Wirkung zeigt und dies den Jugendlichen auch vermittelt wird, kann der Strukturierte Dialog auf Dauer erfolgreich sein und das Engagement und die Einbindung Jugendlicher auf europäischer Ebene fördern. In diesem Sinne gilt es, die Verbindlichkeit der Prozesse sowie die Transparenz zum Verfahren besser herauszustellen. Dazu ist es unerlässlich, auch die lokalen und regionalen Ebene besser einzubinden, um so ein tragfähiges Netzwerk zwischen den beteiligten Akteuren zu erreichen. Koordinierung darf hierbei aber nicht Zentralisierung heißen, sondern bedeutet eine effiziente und transparente Abstimmung zwischen den beteiligten Partnern. Durch die Einbindung der Kommunen kann zudem das Bottom-up-Prinzip gestärkt und die öffentliche Debatte von Jugendfragen im europäischen Kontext möglichst breit und offen gestaltet werden.

Dokumentation 

Im Nachgang zum Runden Tisch hat die Forschungsgruppe Jugend und Europa nicht nur zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten, sondern auch viele, gute substantielle Überlegungen zum Strukturierten Dialog als neuem Instrument der EU Jugendpolitik. Diese Beiträge wie auch die Statements der Referentinnen und Referenten sind in die Dokumentation aufgenommen, um die Ergebnisse der intensiven Diskussionen zu sichern und die zahlreichen konstruktiven Anknüpfungspunkte für die praktische Umsetzung und zur qualitativen Weiterentwicklung aufzuzeigen.

Journalistisch wurde der Runde Tisch durch Marco Heuer (freier Journalist WDR/DW und Mitglied des Juniorteams Europa) begleitet. Im Auftrag von Jugend für Europa / Deutsche Agentur Jugend in Aktion führte er für das jugendpolitische Internetportal Jugendpolitik in Europa während der Veranstaltung ein Interview mit Prof. Rita Süssmuth, welches einleitend in die Dokumentation aufgenommen wurde.

Projekte der Forschungsgruppe Jugend und Europa werden im Rahmen des Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.



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