Die CSU. Machterhalt und Machterneuerung
Dissertation von Dr. Andreas Kießling, VS Verlag für Sozialwissenschaften 2004.
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Andreas Kießling: |
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08.09.2004 · Forschungsgruppe Deutschland
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Die CSU ist eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Parteienlandschaft. Viele aktuelle Trends der Entwicklung des Parteiensystems gehen scheinbar spurlos an ihr vorbei. Abnehmende Mitgliederzahlen oder die steigende Tendenz von Machtwechseln sind für die Mehrheitspartei in Bayern unbekannte Größen. Diesen Befund nur auf besondere politisch-kulturelle Verhältnisse zurückzuführen, greift zu kurz. Vielmehr muss es spezifische innerparteiliche Mechanismen des Machterhalts und der Machterneuerung geben. Die Studie rückt diese Perspektive in den Vordergrund. Sie liefert somit eine theoretisch angeleitete Untersuchung der Machtarchitektur in der CSU seit dem Tod von Franz Josef Strauß im Oktober 1988 bis heute. Ziel ist es, Kooperation und Wettbewerb von innerparteilichen Machtzentren als Bedingungen für Geschlossenheit und Selbstregenerationsfähigkeit der Partei zu analysieren. Das Augenmerk wird dabei auf die Schlüsselentscheidungen in der Entwicklung der CSU gelegt: die doppelte Zäsur (Tod von Strauß und deutsche Einheit), die Grundsatzkommission als innerparteilicher Aufstiegskanal, der bayerische Machtwechsel von 1993, die Kontroverse in der Doppelspitze Waigel/Stoiber um die Europapolitik sowie die bundespolitische Oppositionszeit seit 1998. Grundlage dafür sind vor allem zahlreiche Interviews mit den relevanten Akteuren, so dass die kritische wissenschaftliche Analyse mit Innenansichten der CSU kombiniert werden.
Aus dem Inhalt
Untersuchungsrahmen - Stand der Forschung: Die CSU in der deutschen Parteienforschung - Besondere Bedingungen des Parteienwettbewerbs in Bayern - Machtzentren und Abstimmungsprozesse - Kompetitive Kooperation von Machtzentren: Von der alten zur neuen CSU - Arbeitsergebnisse: Erfolgsfaktoren der CSU
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