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Zwischen europäischer und nationaler Identität - Zum Diskurs über die Osterweiterung der EU

C·A·P Working Paper von Martin Brusis

Dieser Beitrag ist ebenfalls in dem Band "Europäische Öffentlichkeit - Bürgergesellschaft - Demokratie" hg. von Ansgar Klein et al., Opladen, Leske + Budrich 2003, S.255-272, erschienen.

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01.04.2003 · Bertelsmann Forschungsgruppe Politik


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Werden sich Mittel- und Osteuropas Bürger zu Europa bekennen? Alle Beitrittsländer stehen vor Volksabstimmungen, in denen die Bürger ihr Urteil abgeben werden - nicht nur über den jahrelang ausgehandelten Beitrittsvertrag, sondern auch über die Zugehörigkeit ihres Landes zu dem Europa, wie es in der Europäischen Union verfasst ist. Vertreter dieses "alten Europas" haben rüde auf die atlantische Grundhaltung reagiert, die mehrere Staatschefs der Beitrittsländer mit ihrer Unterstützung für die USA im Irak-Krieg zum Ausdruck brachten. Wie "atlantisch" die Eliten und Bürger im "neuen Europa" denken und ob es überhaupt ein neues Europa gibt, ist eine Frage, die auf das spannungsreiche Verhältnis zwischen nationaler und europäischer Identität in den Beitrittsländern verweist.

C·A·P-Mitarbeiter Martin Brusis argumentiert, dass die Einbettung nationaler Identität in europäische Werte und Normen die politisch-kulturelle Konsolidierung von Demokratie und Bürgergesellschaft in Mittel- und Osteuropa erst ermöglicht hat. Die Politiker der heutigen EU waren bisher nur unzureichend in der Lage, die politische Außendarstellung der EU und des Osterweiterungsprojektes in Einklang mit dieser Sichtweise in der Region zu bringen.


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