Historische Prägestempel in grenzregionalen Identitäten

Ein Projekt der Forschungsgruppe Deutschland

Selbstdefinition und gegenseitige Wahrnehmung von Deutschen und Tschechen in direkter Nachbarschaft

(Historické mezníky v identitách regionu pohranicí -
Sebedefinice a vzájemné vnímání Cechu a Nemcu v prímém sousedství)


30.06.2004 · Forschungsgruppe Deutschland


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Ein Forschungsvorhaben der Forschungsgruppe Deutschland

in Kooperation mit dem Soziologischen Institut der tschechischen Akademie der Wissenschaften

 
     

Gefördert durch die VolkswagenStiftung

 

Laufzeit: März 2003 - August 2005

Nicht nur das deutsche Selbstverständnis, auch die Wahrnehmung Deutschlands und der Deutschen durch seine europäischen Nachbarn ist historisch grundiert. Das laufende Forschungsvorhaben Grenzregionale Identitäten, welches historische Prägestempel in der gegenwärtigen deutsch-tschechischen Wahrnehmung analysiert, wird von der Volkswagen-Stiftung gefördert. In Kooperation mit dem Soziologischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik geht die Forschungsgruppe der Frage nach, inwieweit historische Prägestempel der grenzregionalen Identitäten in Bayern wie Böhmen die nachbarschaftliche Verständigung erleichtern oder erschweren. Ziel dieses bis zum Jahr 2005 andauernden Forschungsprojektes ist es, anhand historischer Analysen und qualitativer Datenerhebungen Strategien zur Beförderung der grenzüberschreitenden regionalen Beziehungen zu erarbeiten.

Seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes besteht ein Bedarf der Neubestimmung grenzregionaler Identitäten im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet. Ausgangspunkt des auf 30 Monate angesetzten interdisziplinären Vorhabens sind die seit 1989 zu beobachtenden Schwankungen der gegenseitigen deutsch-tschechischen Wahrnehmung zwischen den beiden Polen Euphorie über das Ende des Kalten Krieges und Dominanz negativer Stereotype. Zahlreiche gesellschaftliche und politische Initiativen zur Verbesserung der Beziehungen vermochten es nicht, diesen Stimmungsumschwüngen grundlegend entgegen zu wirken. Nachbarschaftliche Regionen, die sich aber mehr durch Abgrenzung denn durch Annäherung begegnen, stehen in offenem Widerspruch zu einem Europa der Regionen angesichts des Beitritts der Tschechischen Republik zur Europäischen Union.

Das Forschungsvorhaben ermittelt durch die generationenübergreifende Analyse von Identitäten in den deutsch-tschechischen Grenzregionen Voraussetzungen für eine künftige Verbesserung der gegenseitigen Wahrnehmungen im Sinne eines aktiven Eintretens für ein vereintes Europa. Sein Untersuchungsinteresse konzentriert sich auf die Positionierung und Wirkungsmächtigkeit der historischen Prägestempel in den grenzregionalen Identitäten.


News zu diesem Projekt



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"Was wäre Europa ohne Vorurteile"
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