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Dr. Manuela Glaab
23.09.2009 · Forschungsgruppe Deutschland
WerdegangDr. Manuela Glaab wurde 1967 in Aschaffenburg i. Ufr. geboren. Von 1986-1992 studierte sie Politikwissenschaft, Publizistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach dem Magister Artium nahm sie 1992 ihre Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Deutschland auf. Seit August 2000 leitet sie die Forschungsgruppe Deutschland am Centrum für angewandte Politikforschung in München. Sie ist zugleich Akademische Oberrätin am Lehrstuhl "Politische Systeme und Europäische Einigung" des Geschwister-Scholl-Instituts für Politische Wissenschaft der LMU München, wo sie im Februar 1998 ihre Promotion abschloss. Im Wintersemester 200/2001 unterrichtete sie als Gastprofessorin an der Tel Aviv University. Darüber hinaus übernahm sie im Wintersemester 2005/06 eine Lehrstuhlvertretung "Internationale und Vergleichende Politik" an der Universität Duisburg-Essen. Seit 1992 hat Dr. Manuela Glaab für die Forschungsgruppe Deutschland am C·A·P eine Reihe von Forschungsprojekten bearbeitet. Unter anderem führte sie die Untersuchungen zum Staats- und Nationalbewusstsein zusammen mit Professor Dr. Dr. h.c. Weidenfeld in Form eines Gutachtens über das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen für die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zur "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland" fort. Ihre im Wintersemester 1997/98 vorgelegte Dissertation analysiert die Einstellungen der westdeutschen Bevölkerung zu den normativen Prämissen und operativen Weichenstellungen der Deutschlandpolitik von 1949 bis 1990. Inwieweit befand sich das Regierungshandeln zur deutschen Frage in Übereinstimmung mit dem politischen Willen der Bevölkerung? Erstmals wird hier das Verhältnis von Deutschlandpolitik und öffentlicher Meinung systematisch zu einem zusammenhängenden Entwicklungsbild verdichtet. Die Dissertation ist 1999 im Verlag Leske und Budrich erschienen unter dem Titel: Deutschlandpolitik in der öffentlichen Meinung. Einstellungen und Regierungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1990. Weitere Arbeitsgebiete sind die Europäische Integration, das politische System der Bundesrepublik Deutschland, die politische Kulturforschung sowie Politik und Massenmedien. Ihre Forschungsschwerpunkte finden unmittelbar Eingang in die Lehrtätigkeit am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft. Bücher (seit 1992)Claire Demesmay / Manuela Glaab (ed.): L’avenir des partis politiques en France et en Allemagne, Septentrion Presses Universitaires : Villeneuve d’Ascq 2009. Manuela Glaab / Werner Sesselmeier: Experimentierfeld Deutschland? Reformstrategien in der Sozialpolitik auf dem Prüfstand (hrsg. von der Friedrich-Ebert-Stiftung), Bonn 2005. (Hrsg.), Impulse für eine neue Parteiendemokratie. Analysen zu Krisen und Reform, Schriftenreihe der Forschunsggruppe Deutschland, Bd. 15, München 2003. Deutschlandpolitik in der öffentlichen Meinung. Einstellungen und Regierungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1990, Opladen 1999. und Jürgen Gros, Faktenlexikon Deutschland. Geschichte, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur, München 1999. Neugierig auf Europa? Die junge Generation in den neuen Bundesländern, Europa Union Verlag, Bonn 1992. Aufsätze und Artikel (seit 1992)Manuela Glaab: Der Honecker-Besuch in der öffentlichen Meinung, in: Historisch-Politische Mitteilungen. Archiv für Christlich-demokratische Politik, 15 (2008), S. 311-334. Manuela Glaab: Leistungen und Grenzen politischer Strategieberatung, in: Zeitschrift für Politikberatung, 2008, Heft 2, S.280-288. Manuela Glaab: "Leadership matters" – auch und gerade in Strategiefragen, in: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, (2008) 1, S. 97-101. Manuela Glaab: Politische Führung als strategischer Faktor, in: ZPol (2007) 2, S. 303-332. Manuela Glaab: Strategie und Politik: das Fallbeispiel Deutschland, in: Thomas Fischer et al. (Hrsg.): Die Strategie der Politik. Ergebnisse einer vergleichenden Studie, Verlag Bertelsmann Stiftung: Gütersloh 2007, S. 67-115. Zusammen mit Almut Metz: Politikberatung und Öffentlichkeit, in: Svenja Falk et al. (Hrsg.), Handbuch Politikberatung, Wiesbaden 2006, S. 161 - 170. "New Labour" im Wahlkampf 2005. Wahlkampfmanagement und politisch-programmatische Positionierung, in: Sebastian Kaiser / André Berg (Hrsg.): New Labour und die Modernisierung Großbritanniens, Augsburg 2006, S. 236-278. Le Role des Medias, in: Claire Demesmay / Hans Starck (Hrsg.), Qui Dirige l'Allemagne?, Villeneuve d' Ascq 2005, S. 275-290. Mehr Partizipation wagen? Der Wandel politischer Beteiligung und seine Konsequenzen für die Parteien, in: Dies. (Hrsg.), Impulse für eine neue Parteiendemokratie. Analysen zu Krisen und Reform (Schriftenreihe der Forschungsgruppe Deutschland, Bd. 15), München 2003, S. 117-140. Deutschlandpolitik in den 80er Jahren - die Ära Kohl, in: Rainer Eppelmann u.a. (Hrsg.): Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn 2003, S. 346-352. Akzeptanzschwäche und Partizipationsdefizit korporativer Interessenvermittlung in Deutschland, in: Joachim Lange (Hrsg.): Klüngel oder Bürgerwille? Der gesellschaftliche Milieuwandel und die Zukunft korporativer Interessenpolitik (Loccumer Protokolle 42/02), Loccum 2003, S. 15-31. Viewing "the Other": how East sees West and West sees East, in: East German Distinctiveness in a unified Germany, edited by Jonathan Grix and Paul Cooke, Birmingham Press 2002, pp. 75-99. und Andreas Kießling, Legitimation und Partizipation, in: Karl-Rudolf Korte / Werner Weidenfeld (Hrsg.), Deutschland- TrendBuch. Fakten und Orientierungen, Opladen 2001, S. 571-611. Mediatisierung als Machtquelle von Regierungschefs, in: Korte, Karl-Rudolf / Gerhard Hirscher (Hrsg.), Darstellungspolitik oder Entscheidungspolitik? Über den Wandel von Politikstilen in westlichen Demokratien, München 2000, S. 106-121. Die Deutschland- und Ostpolitik Willy Brandts in der öffentlichen Meinung, in: Tessmer, Carsten (Hrsg.), Das Willy-Brandt-Bild in Deutschland und Polen, Berlin 2000, S. 41-51. Bürger in Europa, in: Weidenfeld, Werner (Hrsg.), Europa-Handbuch, Gütersloh 1999, S. 603-617. Politikvermittlung in der Mediendemokratie - Indikator und Faktor politisch-kulturellen Wandels, in: Politische Kultur im Prozess der inneren Einheit, hrsg. von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, München 1999, S. 25-46. Die deutsche Frage im Bewusstsein der Deutschen. Einstellungen und Perzeptionsmuster der Bevölkerung in Ost und West, in: März, Peter (Koord.), 40 Jahre Zweistaatlichkeit in Deutschland. Eine Bilanz, hrsg. von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, München 1999, S. 47-60. Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland, in: Weidenfeld, Werner / Korte, Karl-Rudolf (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Einheit 1949 - 1989 - 1999, Frankfurt am Main / New York 1999, S. 239-252. Einstellungen zur deutschen Einheit, in: Weidenfeld, Werner / Korte, Karl-Rudolf (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Einheit 1949 - 1989 - 1999, Frankfurt am Main / New York 1999, S. 306-316. Geteilte Wahrnehmungswelten. Zur Präsenz der deutschen Nachbarn im Bewußtsein der Bevölkerung, in: Kleßmann, Christoph / Misselwitz, Hans / Wichert, Günter (Hrsg.), Deutsche Vergangenheiten - eine gemeinsame Herausforderung. Der schwierige Umgang mit der doppelten Nachkriegsgeschichte, Berlin 1999, S. 206-220. Medien, in: Weidenfeld, Werner / Korte, Karl-Rudolf (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Einheit 1949 - 1989 - 1999, Frankfurt am Main / New York 1999, S. 559-572. und Karl-Rudolf Korte, Politische Kultur, in: Weidenfeld, Werner / Korte, Karl-Rudolf (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Einheit 1949 - 1989 - 1999, Frankfurt am Main / New York 1999, S. 642-650. Wertgrundlagen und Belastungsgrenzen deutscher Europapolitik, in: Weidenfeld, Werner (Hrsg.), Deutsche Europapolitik. Optionen wirksamer Interessenvertretung, Bonn 1998 (Münchner Beiträge zur europäischen Einigung; Bd. 2), S. 167-208. Doppelte Identitäten? Zum Orientierungsdilemma im vereinten Deutschland, in: revue d`Allemagne et des pays de langue allemande, Nr. 4/1996, S. 417-422. u.a., Stabilität im Wandel. Eine Zwischenbilanz zur deutschen Einheit, in: Deutschland Archiv, 11/1995, S. 1194-1199. und Werner Weidenfeld, Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen - Einstellungen der westdeutschen Bevölkerung 1945/49-1990, in: Deutscher Bundestag (Hrsg.), Materialien der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland", Band V/3: Deutschlandpolitik, Baden-Baden / Frankfurt a.M. 1995, S. 2798-2962. Gibt es eine deutsche Identität? in: Eichholz-Brief, Nr. 4/1993, S. 38-43. Hoffnung auf Europa - Angst vor Europa? Die Einstellungen der jungen Generation in den neuen Bundesländern, in: Henschel, Thomas R. / Thimmel, Andreas (Hrsg.), Wohin der Stier uns trägt. Anforderungen an eine europabezogene Jugend- und Bildungspolitik (Schriftenreihe der Forschungsgruppe Jugend und Europa, Band 3), Bonn 1993, S. 73-95. Die junge Generation in den neuen Bundesländern: Ansichten zur doppelten Integration, in: Weidenfeld, Werner (Hrsg.), Deutschland. Eine Nation - doppelte Geschichte. Materialien zum deutschen Selbstverständnis (Band 5 der Arbeitsergebnisse der Studiengruppe Deutschlandforschung), Köln 1993, S. 13-26. und Melanie Piepenschneider, Für eine zukunftsfähige Europa-Stunde, in: Pädagogische Führung. Zeitschrift für Schulleitung und Schulberatung, Nr. 2/1992, S. 58-60.
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