Europa: Zeit der Entscheidung

Eine Analyse von Werner Weidenfeld

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24.03.2009 · Gesellschaft · Wirtschaft · Politik


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Europa steht vor einer weitreichenden Entscheidung. Die Zukunft der dringend benötigten Reformen, die der Vertrag von Lissabon mit sich bringen sollte, ist seit dem irischen Nein am 12. Juni 2008 ungewiss. Statt eines präzisen Lösungsvorschlags zeigt sich die Europäische Union verunsichert. Auch angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise und des Streits über die Einrichtung einer europäischen Wirtschaftsregierung erweist sich die Union als angeschlagen. All diese Probleme deuten auf eine gemeinsame Wurzel: Europa fehlt die Orientierung, der Konsens über eine tragende Idee. Gelingt es der EU nicht, sich darauf zu verständigen, steht vieles auf dem Spiel. Es geht um Europas weltpolitische Mitverantwortung, seine Handlungsfähigkeit und seine Möglichkeit, Identität zu stiften. Europa braucht daher eine neue perspektivische Klarheit.




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