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Schüler lernen Tischmanieren

Themenwoche an der Humboldtschule: Von Ernährung bis Europa

Noch bis Freitag durchlaufen alle Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule die Themenwoche. Auf jeden Jahrgang wartet ein anderes Wissensgebiet, zum dem jeden Tag zwei inhaltliche Blöcke zu absolvieren sind.

Von Nina Finkernagel

24.01.2007 · Main-Spitze


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Für die Fünftklässler liegt der Schwerpunkt auf der gesunden Ernährung: Die Jungen und Mädchen der 5.2 lernten am Dienstag die Grundlagen des Ernährungskreises und erkannten, wie wichtig Obst, Gemüse und Milchprodukte im Speiseplan sind. Dass Kartoffelchips nicht dazu gehören, weil sie zu viele Gewürze enthalten und vor allem in Öl und Fett gebacken sind, wusste ein Mädchen auf Nachfrage von Schulleiterin Renate Pilgenröther. "Die Kinder führen zu der Themenwoche eine Mappe und in Biologie wird die Ernährung wieder aufgegriffen und vertieft", erläutete Gisela Lehmann den fächerübergreifenden Effekt.

Klassenlehrerin Andrea Wolf von der 5.3 hatte lauter kleine Sanitäter um sich. Denn während des Themenblocks "Rettungsdienst" lernten die Schüler, sich gegenseitig in die stabile Seitenlage zu bringen, sich in Wärmedecken einzuwickeln, Verbände anzulegen oder den Notruf zu tätigen. Zum Abschluss bekamen sie einen Krankenwagen gezeigt, saßen zu zehnt im Fahrhäuschen und hörten das Martinshorn. An den übrigen Tagen der Woche warten ein Sinnesgarten, Zahngesundheit, ein Trommelworkshop und der Umgang mit Stress auf die Schüler.

Die 5.1 frühstückte gemeinsam, wobei die Kinder gleichzeitig Tisch- und Verhaltensregeln erlernten: Am Buffet nicht drängeln, sich nur so viel auf den Teller nehmen, wie man auch essen kann, langsam kauen. "Nächstes Jahr wollen wir das institutionalisieren", kündigte Schulleiterin Pilgenröther an. "Jede fünfte Klasse wird einmal im Monat während des Talentfördernachmittags gemeinsam zu Mittag essen und dabei neben der gesunden Ernährung Tischmanieren und gutes Benehmen erlernen."

Der sechste Jahrgang beschäftigt sich in der Themenwoche mit den Römern, die siebten Klassen widmen sich dem Winter -  eine Gruppe ist sogar in der Schweiz -, die Achtklässler bereiten sich auf ihre Projektprüfung im nächsten Schuljahr vor, die aus einer Präsentation besteht, und der neunte Jahrgang absolviert gerade sein Betriebspraktikum.

Die zehnten Klassen führen zum Thema "Europa und interkulturelles Lernen" unter anderem ein Planspiel durch. Hier gilt es, in einer simulierten Bürgerversammlung zu entscheiden, ob in Marienstein ein Minarett gebaut werden soll. Bettina Schmidt und Marco Heuer von der Ludwig-Maximilians-Universität München leiten diese Themenwoche. Sie gehören der Forschungsgruppe "Jugend und Europa" an, die dem "Centrum für angewandte Politikforschung" (CAP) unterstellt ist.


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