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Weltjugendtag als Testfall

Papst Benedikt XVI. seit 100 Tagen im Amt - Von Werner Weidenfeld

27.07.2005 · Münchner Merkur


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Professor Werner Weidenfeld, Chef des Centrums für angewandte Politikforschung in München: "Zunächst sind 100 Tage keine Kategorie, die in der Kirche zählt. Hier gelten Elemente der Ewigkeit. Papst Benedikt hat keine Fehler gemacht. Er ist behutsam vorgegangen. Er misst der Liturgie eine große Bedeutung bei. Ein zweites Element ist der interreligiöse Dialog. Die Intensivierung des Verhältnisses zum Judentum scheint mir eine besondere Botschaft zu sein. Papst Benedikts Stilformen sind intellektuell klar, in seinen Gesten ist er indes sehr zurückhaltend: Demut als Faszinosum. Er tritt nicht auf wie ein omnipotenter Weltherrscher. In Deutschland ist die Resonanz auf den Papst positiv, kritische Töne werden leiser. Der Weltjugendtag in Köln wird ein 'Testfall'. Ich erwarte durchaus große Begeisterung. In Köln kann man feststellen, ob es gelingt, das Phänomen der 'freischwebenden Religiosität', die viele Menschen nach der Wahl erfasst hat, als Chance zu nutzen. Und inwieweit der Papst dafür angemessene Ausdrucksformen als Antwort findet."

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