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Jugend und Politik im Dialog

Evaluierungsbericht Mehrwert und Verstetigung des Strukturierten Dialogs in Deutschland veröffentlicht

19.07.2016 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Der Strukturierte Dialog will den Austausch und Dialog zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträgern und –trägerinnen fördern und Jugendliche aktiv in die Gestaltung europäischer Politik einbeziehen. Er orientiert sich an den Themen und Anliegen der EU-Jugendstrategie, um die Situation junger Menschen in Europa zu verbessern.

Der vorliegende Bericht untersucht die zweite Phase der Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland (2014-15). Vor dem Hintergrund der Frage nach Mehrwert und Verstetigung nimmt die Evaluierung hierzu die Perspektiven Jugendlicher und die Einschätzung der Projektträger in den Fokus. Sie untersucht, auf welche Weise die Projekte des Strukturierten Dialogs Jugendliche zur aktiven Mitwirkung in ihrem gesellschaftspolitischen Umfeld befähigen, wie es den Projekten gelingt, politische Akteure und politische Instanzen in den Dialog einzubeziehen und wie ein nachhaltiger Transfer der Ergebnisse von der Dialog- auf die Handlungsebene erfolgen kann. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung tragen dazu bei, Rückschlüsse für die Weiterentwicklung des Strukturierten Dialogs in Deutschland abzuleiten.

Die Forschungsgruppe Jugend und Europa am C·A·P evaluiert im Rahmen der EU-Jugendstrategie (2010-2018) im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Senioren, Familie und Jugend die Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland. Der aktuell erschienene Bericht beschäftigt sich mit der zweiten Umsetzungsphase des Strukturieren Dialogs in konkreten Projekten.

Hierzu haben die Verfasserinnen die Sichtweisen der relevanten Akteure im Strukturierten Dialog systematisch erfasst und ausgewertet. So kommen jugendliche Teilnehmende wie auch Projektverantwortliche und involvierte Entscheidungsträger_innen zu Wort. Kernfrage ist dabei, wie es gelingt, in Deutschland einen wirkungsvollen und nachhaltigen Dialog zwischen Politik und der jungen Generation zu befördern. Beim Strukturierten Dialog geht es darum, lokale und regionale Themen mit der EU-Jugendpolitik zu verknüpfen und Jugendliche zur aktiven gesellschaftspolitischen Mitwirkung in ihrem Umfeld zu befähigen.

Wie bereits im Evaluierungsbericht zur ersten Phase der Umsetzung des Strukturierten Dialogs (2010-2013) fällt die Bilanz zu dem Politikansatz der EU seitens der beteiligten Akteure weitgehend positiv aus. Insbesondere ist im Vergleich zur ersten Phase des Dialogs in vielerlei Hinsicht ein klarer Mehrwert zu verzeichnen: Die Einordnung lokaler Projekte in den größeren Zusammenhang der EU-Jugendstrategie wurden von Projektverantwortlichen kreativ aufgegriffen und Jugendliche finden über die Projekte einen aktiven Zugang zur (europäischen) Politik. Zugleich betonen viele Teilnehmende Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Verstetigung des Dialogs, etwa wenn es um die nachhaltige Einbindung von Politiker_innen und ein klares Feedback auf die im Dialog erarbeiteten Vorschläge und Ideen geht.

PDF-Download

Eva Feldmann-Wojtachnia, Barbara Tham:
Mehrwert und Verstetigung des Strukturierten Dialogs
Evaluierungsbericht zur zweiten Phase der Umsetzung im Rahmen der EU-Jugendstrategie in Deutschland (2014-2015)


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