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1989 - Aufbruch in Freiheit

Tagung der Akademie für Politische Bildung Tutzing - Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Werner Weidenfeld

16.10.2014 · C·A·P


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Das Jahr 1989 markiert einen tiefen Einschnitt in der Geschichte Europas: Es brachte neue Freiheiten und Demokratie für die Länder hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang. Doch was hat sich seither dort verändert? Ist Freiheit noch immer ein Leitmotiv im politischen Diskurs? Welche Bilanz kann man nach 25 Jahren mit Blick auf den Zustand von Demokratie, Wirtschaft und Gesellschaft ziehen? Diese und andere Fragen zur Entwicklung, zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Länder des ehemaligen Ostblocks standen im Fokus der Tagung „1989-Aufbruch in Freiheit“ an der Akademie für Politische Bildung Tutzing.



Professor Werner Weidenfeld, Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung, setzte sich in seinem Eröffnungsvortrag mit der Frage „Der Fall des Eisernen Vorhangs: Geburtsstunde des modernen Europas?“ auseinander. Dabei konnte er als damaliger Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit nicht nur die Expertise des Politikwissenschaftlers, sondern auch die Erfahrungen des Zeitzeugen mit interessanten Anekdoten zu Hintergründen und Protagonisten einbringen. Weidenfeld beschrieb den Mauerfall als kontextgebundenen, mehrdimensionalen Prozess, dessen weiterer Verlauf keiner ausgearbeiteten Strategie folgte – zu unwahrscheinlich schien den damaligen Entscheidungsträgern in den westlichen Ländern der Zusammenbruch des Ostblocks, als dass sie darauf vorbereitet gewesen wären, und zu wenig waren auch die dortigen Oppositionellen auf die Frage, was nach dem Untergang der alten Ordnung folgen sollte, eingestellt. Er resümierte, dass der Fall des Eisernen Vorhangs nicht zu einem Kontinent der Uniformität, sondern zu sehr unterschiedlichen Ausprägungen von Demokratie und Bürgerrechten, gesellschaftlichem Wohlstand und außenpolitischen Orientierungen geführt habe.

Jörg Siegmund


Jörg Siegmund, Prof. Dr. Werner Weidenfeld, Dr. Andreas Kalina
Fotos: Josef Rakusan


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