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Vielfalt und Toleranz in Niedersachsen

Jugendliche übernehmen als Peer-Trainer/innen Vorbildfunktion und Verantwortung

Die Förderung  der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung ermöglicht den Aufbau von Peertrainer/innen-Strukturen in Niedersachsen.

09.07.2011 · Akademie Führung & Kompetenz


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In Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung, der „Eine Welt der Vielfalt“-Koordinationsgruppe, der Akademie Führung & Kompetenz am C·A·P München und mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, sind im vergangenen Jahr im Gustav Stresemann Institut in Bad Bevensen Jugendliche aus Niedersachsen zu „Eine Welt der Vielfalt- Peertrainer/innen“ ausgebildet worden. 


„Eine Welt der Vielfalt“ ist der Titel eines von der Menschenrechtsorganisation AntiDefamationLeague in den USA entwickelten handlungsorientierten Trainingsprogramms, das mit Hilfe der Bertelsmann Stiftung für deutsche Verhältnisse adaptiert und mit den verschiedensten Zielgruppen erprobt wurde. Das Programm zielt auf die Sensibilisierung für Vielfalt und fördert die Entwicklung einer Haltung des selbstverständlichen Respekts vor dem Anderen.

Die Idee, dies mit Hilfe von „Peers“ (Gleichaltrigen) zu fördern, ist Teil des Konzepts. Wenn nicht Erwachsene, sondern Gleichaltrige an Schulen, in Vereinen, bei Veranstaltungen – wo immer Jugendliche zu finden sind – die Trainings gestalten, bedeutet das Lernen auf Augenhöhe  und verspricht eine hohe Akzeptanz.

Angesichts von Globalisierung, weltweiten Wanderungsbewegungen und der Existenz von Einwanderungsgesellschaften gewinnt eine vorurteilsbewusste Erziehung zu Achtung und Toleranz und die frühe Vermittlung interkultureller Kompetenzen an Kinder und Jugendliche  immer mehr an Bedeutung.

An dem Modellprojekt partizipieren Schüler/innen aller Schulformen, Studierende und junge Lehrer/innen,  leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Demokratie- und Toleranzerziehung in Niedersachsen und übernehmen Verantwortung sowie Vorbildfunktion für andere Jugendliche.

Sie haben seit August 2010 gut 120 Unterrichtsstunden  absolviert und arbeiteten zu Themen wie Identität, Vorurteile, Diskriminierung, Gruppendynamik, Gender, Rechtsextremismus und wurden in Gewaltprävention fit gemacht.

Inzwischen haben die Jugendlichen sowohl die drei Ausbildungsphasen wie auch die Praxisphase - unter Anleitung erfahrener Trainer/innen – beendet. Ein entsprechendes Zertifikat würdigt ihre erfolgreiche Teilnahme.


Nach Abschluss ihrer Ausbildung und ausgestattet mit dem international anerkannten Peertrainer/innen-Zertifikat können sie eigenständig Workshops für Jugendliche an schulischen und außerschulischen Einrichtungen in Niedersachsen durchführen. Sicherlich wird ihn das auch mit Blick auf ihr berufliches Fortkommen persönlich zugute kommen.

Mit Blick auf Sicherung der Nachhaltigkeit ist die Etablierung eines langfristig tragfähigen Peertrainer/innen-Netzwerks in Niedersachsen das Ziel und zum Ende des Modellprojekts sollen fest verankerte Trainerstrukturen geschaffen sein.

Träger und Personen, die die Peertrainer/innen an ihren Einrichtungen einsetzen wollen, erhalten Informationen bei: Ignazio Pecorino.


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