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Stärkung der Demokratie in Europa – Förderung der Beteiligung von Jugendlichen

Deutsch-Finnnische Arbeitsgruppentagung in Berlin

29.09.2008 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Niedrige Wahlbeteiligung unter Jugendlichen und ein geringes Interesse Jugendlicher an den regulären Politik stellt in der Jugendpolitik auf nationaler und europäischer Ebene in den letzten Jahren eine zunehmende Herausforderung dar. Junge Menschen in Europa wünschen sich gleichzeitig jedoch mehr Mitsprache. Es ist daher notwendig, nach neuen Wegen zur besseren Beteiligung von Jugendlichen zu suchen. Für die Gestaltung der Jugendpolitik stellt sich die Frage nach zeitgemäßen, direkten Partizipationsangeboten für Jugendliche in möglichst offenen, aber verbindlichen Strukturen.


Foto: VERSTÄRKER/Roskopf

Vernetzung und Förderung der Jugendpartizipation

Aus diesem Anlass haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit dem finnischen Bildungsministerium im Jahr 2007 eine bilaterale Arbeitsgruppe von Praktikern, Fachleuten des Jugendaustauschs und Wissenschaftlern aus dem Bereich der Jugendforschung in Leben gerufen. Ziel der Initiative sind im laufenden und kommenden Jahr die Konzeption und Durchführung von gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene zur Förderung der Partizipation von Jugendlichen. Dabei soll an bestehende Ansätze in beiden Ländern wie Städtepartnerschaften oder Jugendgemeinderäte angeknüpft werden, um diese im Sinne des deutsch-finnischen Austauschs gewinnbringend zu vernetzen und weiter zu entwickeln.


Foto: VERSTÄRKER/Roskopf

Deutsch-finnische Forschungskooperation

Eva Feldmann-Wojtachnia vertritt die Forschungsgruppe Jugend und Europa in der dazugehörigen deutsch-finnischen Forschungskooperation. Ihre Zielsetzung sieht die Arbeitsgruppe darin, in beiden Ländern einen Ansatz zur nachhaltigen Verankerung von Jugendpartizipation zu leisten. Beispielsweise schreibt das neue finnische Jugendgesetz zwingend die Beteiligung junger Menschen in allen sie betreffenden Politikbereichen sowie eine verbindliche Evaluation der hierzu ergriffen Maßnahmen vor. Vor diesem Hintergrund hat sich die deutsch-finnischen Forschungsgruppe zur Aufgabe gemacht, gemeinsam

  1. Qualitätskriterien für lokale und regionale Beteiligungsvorhaben zu erarbeiten,
  2. eine Übersicht zum jetzigen Status quo und den Ausgangsbedingungen in beiden Ländern für Jugendbeteiligung vorzulegen sowie
  3. hieraus Handlungsempfehlungen für Deutschland und Finnland abzuleiten.

Die Ergebnisse werden im Herbst 2009 auf einer Konferenz abschließend einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt.


Foto: VERSTÄRKER/Roskopf

Zwischenbilanz in Berlin

Eine erste Zwischenbilanz der bisherigen Aktivitäten aller fünf bestehender Arbeitsgruppen wurde vom 20.-22.09.09 bei dem deutsch-finnischen Treffen in Berlin gezogen. Dokumentiert wurde dieser Erfahrungsaustausch - wie auch die gesamten Tätigkeiten und die relevanten Hintergründe der deutsch-finnischen Kooperation – durch das Pressenetzwerk für Jugendthemen e.V., die hierzu im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eigens den Weblog VERSTÄRKER eingerichtet haben. 

Projekte der Forschungsgruppe Jugend und Europa werden durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) gefördert.

Links

Kurzinformation über die deutsch-finnische Forschungskooperation

Ein finnischer Blick auf Berlin

Expertise der FGJE zum Strukturierten Dialog mit der Jugend


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