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Zwischen Identität und Integration –
Die Weltgemeinschaft im Wandel

Alpha-Forum mit Werner Weidenfeld am 12.07., 20.15 Uhr

BR Alpha-Forum Wissenschaft 

Andreas Bönte (BR) im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Eugen Biser und Prof. Dr. Werner Weidenfeld (Teil II).

Teil 1: Mittwoch, 14.06.2006, 20.15 Uhr
(Wdh. Donnerstag, 15.06.2006, 13.00 Uhr)

Teil 2: Mittwoch, 12.07.2006, 20.15 Uhr
(Wdh. Donnerstag, 13.07.2006, 13.00 Uhr)

10.07.2006 · Bayerisches Fernsehen


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Wir sind die erste Generation, welche in einer nachtraditionalen, kosmopolitischen Welt lebt“ – bemerkt der britische Soziologe Anthony Giddens. Nachtraditional – das heißt nicht, dass Traditionen keine Rolle mehr spielen, im Gegenteil, sie werden stets aufs Neue betont. Gleichzeitig fordert die Globalisierung verstärkt von den Menschen, das eigene Weltbild mit den Augen anderer zu betrachten. Identitäten sind nicht mehr an einen Ort gebunden. So ist heute eine „binationale Heimat“, zum Beispiel von Türken in Deutschland, möglich.

Mit der weltweiten Vernetzung ergaben sich zum Ende der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts großartige Perspektiven: Die Welt erhielt die Chance, transparenter und demokratischer zu werden. Durch die neuen technischen Möglichkeiten, wie Internet oder Nanotechnologie, steigerten sich auch Mobilität und Produktivität. Doch ging damit nicht auch ein Wertewandel sowie Entfremdung und Identitätsverlust einher?

Ängste vor unbekannten Risiken treten neben die Erwartungen an eine grenzüberschreitende Welt. Jenseits tradierter Wege entstehen neue Sehnsüchte - nach individueller Autonomie und einer Neudefinitionen der eigenen Identität. Zugleich ist die Suche nach Gemeinschaft, nach neuer Religiosität, sogar nach Fundamentalismus spürbar. Das Christentum wird zunehmend als Weg der Überwindung von Ängsten wahrgenommen, die die unüberschaubaren Folgen der Globalisierung hervorrufen. Wo und wie kann der moderne Mensch Halt und Heil finden?

Über das komplexe Thema "Zwischen Identität und Integration – die Weltgemeinschaft im Wandel" diskutieren zwei bedeutende Persönlichkeiten der Wissenschaft: Prof. Dr. Dr. h.c. Eugen Biser, Professor em. für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Leiter des Seniorenstudiums der LMU, Päpstlicher Ehrenprälat und Prof. Dr. Werner Weidenfeld, Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Moderation der Sendungen: Andreas Bönte, Leiter Programmplanung- und entwicklung des Bayerischen Fernsehens.

Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit der
Eugen-Biser Stiftung.

Dokumentation

Beide Gespräche sind nach der Ausstrahlung unter auf BR-Alpha abrufbar.


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