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Neue Wohnformen - über Generationen hinweg

Schlüsselfaktoren: Generationendialog und ehrenamtliches Engagement

04.11.2006 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Dass der eklatante demographische Wandel die Gesellschaft in den kommenden Jahren vor grundsätzliche und herausfordernde Zukunftsaufgaben stellt, steht außer Frage. Dass aber auch folgenreich die kommunale Wohnpolitik betroffen sein wird, ist bisher noch kaum ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Dem entgegenzuwirken und nach zukunftsweisenden Ansätzen und neuen Wohnformen zu suchen war Ziel des Fachtags für generationsübergreifende Wohnprojekte und Programme der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, der vom 25.-26. Oktober 2006 in Aachen stattfand.

Der Veranstaltungsort war auch zugleich Programm, denn die Stadt Aachen hat sich offiziell und sehr erfolgreich zum Ziel gesetzt, die kommunalen Rahmenbedingungen für die Initiierung neuer Wohnprojekte zu optimieren und den demographischen Wandel als Herausforderung für die Suche nach neuen Wohn- und Lebensformen ernst zu nehmen. Mit der Einrichtung der Kontaktstelle für "Neue Wohnformen" beim Fachbereich Wohnen wurde bereits ein erster, konkreter Schritt gemacht. Der Fachtag kam auf Initiative und in Kooperation mit dem Projektebüro Dialog der Generationen zustande. Diese Informationsveranstaltung hatte einen ersten, breit angelegten Erfahrungsaustausch über den Fachbereich Wohnen hinaus zum Ziel. Er richtete sich gleichermaßen an Projektträger, Wohlfahrtsverbände, die Wohnungswirtschaft, Investoren, ehrenamtliche Projekte sowie an Politik und Verwaltung – eine überaus gelungene Veranstaltung, die weit über hundert interessierte Multiplikatoren an einem Ort zusammenbrachte und damit die zunehmende Verankerung generationsübergreifender Projektarbeit in den Kommunen am Beispiel gemeinschaftlicher Wohnformen für alle Seiten gewinnbringend darstellen konnte.

Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte Eva Feldmann-Wojtachnia (C·A·P) erste Ergebnisse, Trends und Einschätzungen der bundesweiten Online-Umfrage "Neue Wohnformen über Generationen hinweg", die die Forschungsgruppe Jugend und Europa im Auftrag des Projektebüros "Dialog der Generationen" von Anfang September bis Mitte Oktober 2006 durchführte. Sie stellte in ihrem Vortrags die kommunalen Rahmenbedingungen für Bürgerbeteiligung heraus und kam zu der Schlussfolgerung, dass letztlich eine Zukunftsstrategie gefragt ist, "die gesellschaftliche, politische und Medien-Akteure sinnvoll in längerfristige, lokal verankerte Netzwerke bringt. (...) Zukunftsziel ist es dabei sicherlich, eine neue und integrative Wohnkultur zu etablieren, wobei ein gelungener Dialog der Generationen das Fundament hierfür ist. Ein Generationendialog, der sich vorrangig auf die älteren Generationen der 50-plus-Jährigen beschränkt, schöpft nicht wirklich die Potenziale unserer Gesellschaft aus und wirkt nicht wirklich nachhaltig integrativ in die Gesellschaft hinein. Daher sollten die Initiatoren von neuen Wohnformen verstärkt auch Verbündete in der Jugendarbeit und in Jugendinitiativen suchen und auf eine ressortübergreifende Zusammenarbeit mit der Jugendpolitik setzen."

Zu der Online-Umfrage "Neue Wohnformen über Generationen hinweg" ist in Kürze eine follow-up Erhebung der Forschungsgruppe Jugend und Europa geplant, welche speziell die Schlüsselrolle der jungen Generation untersucht und europaweit Einstellungen und Hintergründe vergleichen wird.

Downloads

Redebeitrag von Eva Feldmann-Wojtachnia (PDF)

Powerpoint-Präsentation zum Vortrag


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