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Religion und Politik

Werner Weidenfeld im Gespräch mit Bischöfen aus Europa und den USA

26.09.2005 · C·A·P


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Kardinal Theodore Edgar McCarrick (Berater von Präsident Bush),
Professor Werner Weidenfeld, Bischof Josef Homeyer.

Die Politik verliert auf beiden Seiten des Atlantiks zunehmend an Vertrauen. Die für Gesellschaften so wichtige Orientierungshilfen können die politischen Entscheider kaum noch liefern. Entstanden ist ein Wertevakuum. Welche Rolle kann die katholische Kirche in der heutigen Zeit als Maßstab für Orientierung sowohl für jedes einzelne Individuum als auch für die Politik liefern? Wie unterschiedlich wird die Verbindung zwischen Politik und Religion in Europa und den USA bewertet? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer erstmals zwischen europäischen und amerikanischen Bischöfen durchgeführten Reflexionsrunde am letzten Freitag in Brüssel. Werner Weidenfeld wurde gebeten, den Gedankenaustausch zu moderieren. Impulsgeber waren u.a. der Kardinal von Washington, McCarrick, als auch der Erzbischof von Clermont, Hippolyte Simon. Beide hoben hervor, dass  gegenwärtig nur die Kirche die unterschiedlichen Spannungsfelder zwischen Individuum und Gemeinschaft überbrücken könne.

Werner Weidenfeld stimmte in seiner Zusammenfassung der Diskussion dieser Einschätzung zu. Zweifellos, so Weidenfeld, habe die Kirche nun eine große Chance, mit ihren Werten Orientierung zu bieten. Allerdings betonte er, dass die Kirche nur dann erfolgreiche ihre Mittlerposition erfüllen könne, wenn sie sich in Zukunft auch stärker im Umgang mit der Politik professionalisieren würde.


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