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Die Rekonstruktion des Westens

Eine Debatte zu Joschka Fischers Abschied von Kerneuropa

02.04.2004 · Bertelsmann Forschungsgruppe Politik


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Mit der im März 2004 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angestoßenen Strategiedebatte über die Rekonstruktion des Westens verabschiedet sich Joschka Fischer von seinem bisherigem Konzept eines Kerneuropas. Durch die Rekonstruktion des Westens soll Europa neue Dynamik erhalten und so die transatlantischen Beziehungen sowie globale Prozesse gestalten.

Während Fischer der Türkei in einem rekonstruierten Westen einen festen Platz einräumt und Europas Handlungsfähigkeit am Beitrag zur Lösung der Nahostfrage abliest, blendet er Russland vollständig aus. Den strategischen Umgang mit der Ukraine, Belarus und Moldova, den neuen osteuropäischen Nachbarn jenseits einer erweiterten EU, beschränkt er auf das Konzept der Europäischen Union "Größeres Europa - Nachbarschaft: Ein neuer Rahmen für die Beziehungen der EU zu ihren östlichen und südöstlichen Nachbarn".

Eine Reihe von Osteuropaexperten darunter Iris Kempe, Russlandexpertin am C·A·P hat der Beitrag von Joschka Fischer dazu herausgefordert, die Rekonstruktion Europas gesamteuropäisch zu denken.

Die Beiträge zum Thema:

Die Rekonstruktion des Westens als gesamteuropäische Aufgabe
Iris Kempe, C·A·P München

Strategische Neuakzenturierungen gegenüber Russland
Heinz Timmermann, Köln / SWP (extern)

"Kleineuropäische Vorstellungen greifen nicht mehr?"
Von Sabine Fischer, Osteuropainstitut Berlin

Die Beiträge sind erschienen in:

Russlandanalysen, Hrsg.: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde. Nr. 21, 26.3.204.

Links

Die "Rekonstruktion des Westens"
Interview von Bundesaußenminister Fischer zu Europa, Amerika und den gemeinsamen strategischen Aufgaben mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 06.03.2004

Wider Europe - Neighbourhood: A New Framework for Relations with our Eastern and Southern Neighbours
Brussels, 1.3.2003 COM(2003) 104 final


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