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Wirtschaftsethik spannend vermitteln

Die „Wirtschafts.Forscher!“ starten ins Schuljahr 2017/2018

28.10.2017 · C·A·P


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Im Rahmen des Programms „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“ der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, der Karl Schlecht Stiftung und des Centrums für angewandte Politikforschung und des Instituts für Ökonomische Bildung (Oldenburg), fand am 18. Oktober 2017 ein erster Schülerworkshop des Schuljahres 2017/2018 am C·A·P statt. Zu Gast waren 28 Schüler_innen der Mittelschule München Moosach.

Der Schülerworkshop „Jugend und Wirtschaft im Dialog“ wird vom C·A·P durchgeführt und konzipiert. Er ist ein Element des Programms „Wirtschafts.Forscher!“, welches neben Unterrichtsmodulen für Lehrkräfte und Schüler_innen auch einem bundesweiten Economic Youth Summit in Frankfurt/Main zum jeweiligen Schuljahresende. Insgesamt nehmen 21 Schulen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen am Programm im Schuljahr 2017/2018 am Programm teil.

Das Programm verfolgt das Ziel, die teilnehmenden Schüler_innen dazu anzuregen, wirtschaftliche Sachverhalte unter ethischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragen. Der Workshopansatz entspringt der außerschulischen Bildungsarbeit. Er zielt auf die Förderung von prozessbezogenen Kompetenzen im Bereich der Urteils-, Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit der Teilnehmenden.

Das C·A·P bietet den Lehrkräften drei exemplarische Workshops zur Auswahl an. Die altersgerecht aufgearbeiteten Themen beziehen sich auf die Alltags- und Erfahrungswelt der Jugendlichen. Sie bilden die Herausforderungen von ethischem Handeln in wirtschaftlichen Kontexten ab. Die Moosacher haben sich für das Thema „Was kann und darf mein Handy? Smartphone: Top Seller auf dem Weltmarkt“ entschieden.

Über einen interaktiven Einstieg ins Thema werden die Schüler_innen wärhend des Workshops mit dem Konzept und dem Thema vertraut gemacht. Der Workshop richtet sich methodisch-didaktisch an den Charakteristika und Abläufen des Forschenden Lernens aus. Selbstbestimmt erforschen die Schüler_innen ihre Fragestellung in einem Forscherlabor. Dazu nehmen sie die drei Perspektiven Konsument, Unternehmen und Politik ein. Die Wirkzusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten der drei Akteursebenen, etwa über das Angebot-Nachfrage-Prinzip, wird den Jugendlichen über Diskussion, Ergebnisvorstellung und Aushandlungsprozessen bewusst.

Abschließend bringt der Workshop die Jugendlichen über einen Reality-Check in den Dialog mit unterschiedlichen thematisch ausgewählten Stakeholderperspektiven. Die Moosacher hatten die Gelegenheit, sich mit Frau Tölgyi auszutauschen, eine Vertreterin des Unternehmens Nager-IT, wo sie für die Zertifizierung der Lieferketten zuständig ist. Daher nahm der faire Herstellungsprozess von technischen Produkten sowie dessen Nachvollziehbarkeit einen breiten Raum im Dialog ein. Die Werte 'Transparenz' und 'Vertrauen' standen im Mittelpunkt einer Diskussion. Entsprechend der Wertschöpfungskette eines Smartphones interessierten sich die Schüler_innen nicht nur für den Produktions- und Herstellungsprozess, sondern auch für die Thematik Recycling. Hier traten erneut die Schnittpunkte zwischen den Akteursebenen deutlich zu Tage. So wurde von Unternehmens- wie Konsumentenebene die Forderung aufgestellt, Recycling-Aktionen besser zu bewerben. Gleichwohl waren sich die Beteiligten der Anreizstrukturen bewusst, die in diesem Themenfeld sowohl von den Unternehmen wie auch der Politik für den Konsumenten gesetzt werden können.


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