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Strategisch-kulturelle Kommunikation stärken

Besuch der Bundeskanzlerstipendiaten der Alexander von Humboldt Stiftung am C·A·P

21.04.2015 · C·A·P


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Am 18.04.2015 begrüßte das C·A·P die ca. vierzig aktuellen Bundeskanzlerstipendiaten der Alexander von Humboldt Stiftung. Sie wurden im Rahmen des Stipendiatenprogramms zu einem Vortrag von Professor Werner Weidenfeld mit anschließender Diskussionsrunde eingeladen.

In seinem Einführungsvortrag gab Professor Weidenfeld einen umfassenden Überblick über die Aufgabenbereiche des C·A·P. Dies umfasste die Anfänge des C·A·P, das sich wissenschaftliche Erkenntnisse als strategische Problemlösung erfolgreich zur Aufgabe machte, und reichte bis zu den Mega Trends der Zukunft, die sich von politischen Fragen (wie beispielweise EU-Integration vs. Stärkung lokaler Identität) bis zu technisch-wissenschaftlichen Herausforderungen der Zukunft (z.B. die Rolle der Tele-Medizin) erstrecken. Zudem erläuterte Professor Weidenfeld die Ursprungsidee des Bundeskanzlerstipendiums aus seiner Zeit als Koordinator der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Aus seiner Initiative zur Verbesserung der Zusammenarbeit und strategisch-kulturellen Kommunikation beider Länder entwickelte sich im Laufe der Zeit das etablierte und hochangesehene Stipendienprogramm, das anfänglich nur die USA umfasste, dann unter Bundeskanzler Schröder um die Russische Föderation und unter Kanzlerin Merkel um Brasilien, Indien und China erweitert wurde. Spannendes Bindeglied seines Vortrags stellten zudem Schlüsselerlebnisse aus dem politischen Leben von Prof. Weidenfeld dar.

In der abschließenden Frage- und Diskussionsrunde lenkte Professor Weidenfeld den Fokus auf folgende Punkte: Von der Notwendigkeit der Entwicklung einer neuen strategischen Gesprächs- und Kommunikationskultur über die Rolle der Osterweiterung bzgl. der Beziehung zu Russland, kam er abschließend auf Zukunftstrends der deutschen Politikforschung zu sprechen, die u.a. die ernormen Herausforderung durch demographische Veränderungen oder die Veränderung der Sicherheitsstrukturen angesichts der Rolle „neuer“ Kriegsformen umfassten.

Derzeit ist Joyce Man als Bundeskanzlerstipendatin zu Gast am C·A·P. Sie forscht zur Flüchtlings- und Migrationspolitik der Bundesrepublik Deutschland, um relevante Erkenntnisse für die Gestaltung dieses Politikbereichs in ihrem Heimatland Hong Kong abzuleiten.Mehr zu ersten Ergebnissen des Forschungsvorhabens der Bundeskanzlerstipendatin Joyce Man, siehe hier.


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