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Konferenz zur deutsch-arabischen Transformationspartnerschaft

Tunesien, Deutschland und der Wandel in der arabischen Welt

14.07.2012 · C·A·P


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Vom 3.-6. Juli 2012 fand an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) eine Konferenz zum Thema „Tunesien, Deutschland und der Wandel in der arabischen Welt“ statt, die vom Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Einigung des Geschwister-Scholl-Instituts für Politikwissenschaft veranstaltet wurde. Die Konferenz umfasste eine wissenschaftliche, eine politische und eine projektorientierte Dimension. Sie zielte darauf ab, deutsche und europäische Expertise einerseits und tunesische und arabische Expertise andererseits zusammenzubringen, um die gegenwärtigen Entwicklungen in der Region besser verstehen und einordnen zu können. Zudem wurden auf der Konferenz die Rahmenbedingungen für eine vertiefte Hochschulzusammenarbeit zwischen Tunesien und Deutschland diskutiert und die hierfür nötige wechselseitige Kenntnis der universitären und politischen Strukturen gefördert.

Aus Tunesien nahmen Politik-, Rechts-, und Kulturwissenschaftler der Universitäten Tunis el-Manar, Karthago, La Manouba, Sfax und Jendouba teil. Auf deutscher Seite waren neben verschiedenen Fachbereichen der LMU und dem Centrum für angewandte Politikforschung die Universitäten Hildesheim, Passau und Erlangen sowie die HU Berlin vertreten. Aus dem euro-mediterranen Wissenschaftsraum beteiligten sich darüber hinaus Politikwissenschaftler der Universität Hassan in Marokko sowie von der Universität St. Gallen und dem Europakolleg in Natolin.

Das Konferenzprojekt wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Sondermitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt und von Dr. Reinhardt Rummel und Edmund Ratka geleitet.


Botschafter Dr. Heinrich Kreft, Beauftragter im Auswärtigen Amt für Deutschlandkommunikation und den Dialog zwischen den Kulturen, eröffnet die Konferenz mit einer Rede zur deutsch-arabischen Transformationspartnerschaft. Neben dem Vize-Präsidenten der LMU für den Bereich Internationales, Prof. Dr. Ulrich Pohl, und dem tunesischen Botschafter, Elyes Ghariani, befindet sich auch der tunesische Konsul in München, Dr. Nasr Ben Soltana (im Vordergrund), unter den Zuhörern.


Empfang im Lichthof der Universität: Projektleiter Dr. Reinhardt Rummel im Gespräch mit Prof. Dr. Christoph Schumann von der Universität Erlangen (ganz links), Botschafter Dr. Heinrich Kreft im Gespräch mit dem Vize-Präsidenten der LMU München Prof. Dr. Ulrich Pohl.


Der „Wissenschaftstag“ beginnt mit Vorträgen von Dr. Henning Arp, dem Regionalleiter der Europäischen Kommission in München, von Tunesiens Botschafter Elyes Ghariani und von Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld, dem Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung.


In den Räumlichkeiten des Europäischen Patentamts in München tagen Vertreter insbesondere der tunesischen und deutschen Politikwissenschaft und diskutieren die gegenwärtige Zeitenwende in der arabischen Welt und ihre geopolitischen Implikationen.


Nach einem Gespräch in der Bayerischen Staatskanzlei mit Dr. Paul Fischer, Referatsleiter im Bereich Internationale Beziehungen, erörtert die tunesische Delegation im historischen Sitzungszimmer des Bayerischen Landtags gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten des Landtags und ehemaligen Staatsminister Reinholdt Bocklet und mit Dr. Michael Weigl vom Geschwister-Scholl-Institut den Föderalismus als Regierungsmodell.  Mehrere der tunesischen Konferenzteilnehmer wirken derzeit aktiv an den Verfassungsberatungen in ihrem Land mit.


Der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, eröffnet im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung den „Kooperationstag“ auf dem allgemeine Rahmenbedingungen und konkrete Projektideen der deutsch-tunesischen und euro-arabischen Hochschulzusammenarbeit besprochen werden. Mit Mareike Lühring (2. von links) ist auch das Referat „Transformationspartnerschaft“ des DAAD auf der Tagung vertreten.


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