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Europäische Forschungspolitik

Horizont 2020 – das neue Forschungsrahmenprogramm

04.07.2012 · C·A·P


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Mit Matthias Chardon, früher selbst Mitarbeiter am C·A·P, konnte ein ausgewiesener Kenner der europäischen Forschungslandschaft für das Kolloquium gewonnen werden. Aus München wechselte Chardon zum EU-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mittlerweile ist er beim Helmholtz Zentrum München als Wissenschaftlicher Referent in der Abteilung für Programmplanung und Management tätig. Mit insgesamt 18 Forschungszentren, über 30.000 Mitarbeitern und einem Budget von 3,3 Mrd. Euro gehört die Helmholtz Gemeinschaft zu einer der größten Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland. Das Münchner Zentrum forscht im Bereich Umwelt und Gesundheit, u.a. mit einem besonderen Augenmerk auf das Thema Diabetes.


Prof. Dr. Werner Weidenfeld und Matthias Chardon

Neben seiner alltäglichen Arbeit befasst Matthias Chardon sich auch noch intensiv mit dem Europäischen Forschungsraum. Aus seiner Zeit beim BMBF kann er sehr detailliert über die schwierigen Verhandlungen zum 8. EU-Forschungsrahmenprogramm berichten. Nach dem lautlosen Scheitern der Lissabon-Strategie brachte die Europäische Union eine Nachfolgeinitiative namens „Europa 2020“ auf den Weg. Das ab 2014 laufende Forschungsprogramm „Horizont 2020“ ist stark auf die Ziele der neuen Wachstumsstrategie ausgerichtet. Als eine von sieben Leitinitiativen soll die EU zu einer „Innovationsunion“ werden. Bis 2020 stehen im Programm Horizont 2020 voraussichtlich etwa 87. Mrd. Euro zur Verfügung. Auch die Geistes-und Sozialwissenschaften werden hierbei mit einem eigenen Schwerpunkt bedacht.

Für die Bundesrepublik Deutschland, deren Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu den Hauptnutznießern des Forschungsrahmenprogramms zählen, war bei den Verhandlungen das „Exzellenz-Prinzip“ von besonderer Bedeutung. Damit soll auch in Zukunft sichergestellt werden, dass die besten Forschungsprojekte eine Förderung erhalten. Kohäsion, die regionale Verteilung oder politische Kriterien sollen dabei eher keine Rolle spielen.  Die Strukturen der deutschen Forschungslandschaft und die zahlreichen innovativen, mittelständischen Unternehmen machen Chardon aber zuversichtlich, dass Forscher aus Deutschland auch im 8. Forschungsrahmenprogramm wieder maßgeblich beteiligt sein werden.


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