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Fortbildungsmodul: Die neue EU-Jugendpolitik

Exzellenz Programm Europa der Bayerischen Staatskanzlei zu Gast am C·A·P

11.04.2011 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Europäische Politikansätze für die Jugendpolitik spielen in der EU zunehmend eine Rolle. Mit der „EU-Jugendstrategie“ haben sich die Jugendminister der Mitgliedstaaten Ende 2009 auf einen neuen Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit geeinigt. Hierdurch erhält die europäische Dimension in diesem Politikbereich für die politischen Akteure, öffentliche Einrichtungen und die Verbände ein neues Gewicht. Vor diesem Hintergrund hat die Forschungsgruppe Jugend und Europa am C·A·P im Rahmen des 1. Bayerischen „Exzellenz Programms Europa“ der Bayerischen Staatsregierung ein eintägiges Fortbildungsmodul zur EU-Jugendpolitik entwickelt.

Exzellenz Programm Europa

Am 6. April 2011 waren zehn Teilnehmende aus allen Bayerischen Staatsministerien im Rahmen ihrer 16-monatigen Qualifizierung zu einem eintägigen Workshop zu Gast am C·A·P. Dank der umfassenden Expertise der Forschungsgruppe Jugend und Europa widmeten sie sich mittels Fachvorträgen und interaktiven Methoden den aktuellen Entwicklungen der EU-Jugendpolitik und der spezifischen Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland. Diese Einheit war das letzte von zahlreichen EU-Modulen, bevor die Teilnehmenden ein Abschlusspraktikum in der Bayerischen Vertretung in Brüssel antreten. Das Exzellenz Programm Europa ist ein Angebot des ressortübergreifenden Fortbildungsprogramms LEAT. Mit der berufsbegleitenden Fortbildung "Exzellenz Programm Europa" bauen Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung ihre sprachlichen Kompetenzen und fachspezifischen Kenntnisse aus, um sich zu Europaexperten fortzubilden.


EU-Jugendpolitik: Meilensteine und aktuelle Entwicklungen

Der Workshop zur „EU-Jugendpolitik“ wurde von Eva Feldmann-Wojtachnia und Dr. Barbara Tham geleitet. Er bot die relevanten Hintergrundinformationen und eine Analyse zu den Grundzügen der EU-Jugendpolitik seit dem EU-Weißbuchprozess (2001) „Neuer Schwung für die Jugend“. Anhand von vier Fachvorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen wurden beispielhaft die Handlungsfelder und Ansätze der EU im Bereich der Jugendpolitik aufzeigt und anhand der folgenden Themen kritisch diskutiert:

EU-Jugendpolitik – Meilensteine und Förderprogramme

Jugendpolitik ist kein eigenständiger Kompetenzbereich der Europäischen Union. Dennoch hat die EU hier eine Reihe von Maßnahmen und Programmen entwickelt. Mit dem Weißbuch ‚Neuer Schwung für die Jugend Europas’ (2001) führte die EU die Methode der offenen Koordinierung (OMK) ein und schuf damit einen Rahmen, für die verstärkte Zusammenarbeit im Jugendbereich. Das Modul beinhaltete die rechtlichen Grundlagen, die wesentlichen Entwicklungsschritte der EU-Jugendpolitik sowie einen Überblick auf die Jugend betreffenden Förderprogramme.

EU Jugendpolitik – aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven

Der Vertrag von Lissabon hat auch neue Schwerpunkte für die Jugendpolitik auf EU Ebene gesetzt und die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen. In diesem Themenblock wurden die aktuellen Entwicklungen (EU- Jugendbericht als Grundlage der Evidenzbasierung der EU Jugendpolitik sowie die EU-Jugendstrategie als neuen Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit in der EU) erörtert.

EU-Förderpolitik am Beispiel von JUGEND IN AKTION (JIA)

Das EU-Programm JIA ist das Förderinstrument für die Jugendarbeit und -politik in der EU. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Förderung von Jugendaustausch, Seminare und Initiativen der Jugendarbeit sowie der Europäische Freiwilligendienst. In dem Modul wurden die Zielsetzungen des Programms näher untersucht, Ergebnisse der Programmevaluierung aus dem Jahr 2009 vorgestellt sowie die aktuellen Entwicklungen zum Nachfolgeprogramm diskutiert.

EU-Politikansatz: Jugendpartizipation – Der Strukturierte Dialog

Mit der EU-Jugendstrategie erhält der "Strukturierte Dialog" als Konsultationsinstrument einen neuen, herausgehobenen Stellenwert für die Umsetzung der jugendpolitischen Ziele. Nach einer theoretischen Einführung zur Anlage des Strukturierten Dialogs wurde diskutiert, was den Dialog zu einem guten Dialog macht, welche Schnittstellen und Anknüpfungspunkte für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und die Medien identifiziert werden können und welche Themen für den SD aus bayerischer Sicht relevant sind.


Im Rahmen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist die Forschungsgruppe Jugend und Europa vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluierung des Strukturierten Dialogs beauftragt.


Link

Entschließung des Rat über einen erneuerten Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa (2010-2018) Amtsblatt der EU (2009/C 311/01)


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