Klimametropole München
Joachim Lorenz, Stadtrat für Umwelt und Gesundheit in München, zu Gast im C·A·P-Kolloquium
14.07.2010 · C·A·P
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Mehrere Auszeichnungen hat die Stadt München bereits für ihr Engagement im kommunalen Klimaschutz bekommen. Drei Maßnahmenbündel stehen für die Landeshauptsstadt dabei im Vordergrund: Das Bündnis "München für Klimaschutz" als Forum für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um gemeinsam Strategien gegen die globale Erwärmung zu erarbeiten. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Einzelinitiativen wie dem "Klimaherbst" soll einerseits die Öffentlichkeit noch stärker für diese Thematik sensibilisiert und andererseits das enorme Potenzial privater Akteure im Klimaschutz abgeschöpft werden.

Neben dieser Außenperspektive zielt das integrierte Handlungsprogramm "Klimaschutz in München" mehr auf die Binnendimension und dient als Leitlinie für alle Bereiche der Stadtverwaltung. Joachim Lorenz betonte insbesondere Synergieeffekte einer referats- und sachgebietsübergreifenden Kommunalpolitik. Die Schwerpunkte liegen hierbei vor allem bei der energetischen Sanierung städtischer Gebäude, der klimafreundlichen Energieerzeugung durch die Stadtwerke München sowie im Verkehrsbereich, etwa durch den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und des Fahrradverkehrs.
Als dritte Säule des kommunalen Klimaschutzes sieht die Landeshauptstadt die Zusammenarbeit mit anderen Städten und Regionen in Europa. München ist aus diesem Grund Mitglied des "Covenant of Mayors", in dem sich auf Initiative des damaligen EU-Kommissars für Energie, Andris Piebalgs, knapp 2000 Kommunen und Landkreise zusammengeschlossen haben. Ziel dieses Konvents der Bürgermeister ist es, mehr zu leisten als es die europäischen Klimaschutzziele vorsehen. Die Mitglieder verpflichten sich also, Werte über den 20%-Vorgaben bei Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zu erreichen.
Joachim Lorenz zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadt München ihre hochgesteckten Ziele ebenso erreichen wird wie beispielsweise Hamburg oder Stockholm. Trotz der angespannten Haushaltslage in den deutschen Kommunen wird München seine Maßnahmen im Bereich Klimaschutz fortsetzen. Den Titel Umwelthauptstadt Europas hat die Stadtverwaltung dabei fest im Blick.
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