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Raketenabwehr: Abschreckung und Verteidigung im 21. Jahrhundert

Dr. Kerry Kartchner zu Besuch am C·A·P

15.02.2010 · C·A·P


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Die iranische Atom-Politik hatte auf der Münchener Sicherheitskonferenz erneut für Furore gesorgt. Die vagen Ankündigungen von Irans Außenminister Manuchehr Mottaki und die nur zwei Tage später erfolgte Anweisung des Präsident Mahmud Ahmadinedschad zur Wiederaufnahme der Urananreicherung im eigenen Land schüren die Sorgen der Sicherheitsexperten. Vor diesem Hintergrund veranstaltete das C·A·P in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Vereinigten Staaten einen Roundtable zum Thema "The Obama Administration’s Missile Defense Policy". Als Referent konnte dafür Dr. Kerry Kartchner, Acting Director of the Office of Strategic Planning and Outreach in the Bureau of International Security and Nonproliferation im U.S. Department of State, gewonnen werden.


Konsulin Kathryn Crockart vom amerikanischen Generalkonsulat, Dr. Kerry Kartchner, U.S. Department of State, und Florian Baumann, C·A·P.

Dr. Kartchner beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit Fragen der Sicherheitspolitik und insbesondere dem Bereich Raketenabwehr. Vor seinem jetzigen Posten im amerikanischen Außenministerium war Herr Kartchner bereits in vielen anderen Funktionen als hochrangiger politischer Berater beschäftigt. Darüber hinaus ist er als Dozent an unterschiedlichen Hochschulen tätig und hat umfangreich Thema Missile Defense publiziert.

Der Roundtable am C·A·P befasste sich neben technischen Aspekte zu unterschiedlichen Formen der Raketenabwehr auch mit politischen und geostrategischen Fragen. Neben den beiden als Hauptbedrohung angesehenen Ländern Iran und Nord Korea war dabei vor allem die russische Position von Interesse. Die neuen Pläne der Obama Adminstration sehen, anders als der ursprüngliche Plan von Georg W. Bush, lediglich die Stationierung eines mobilen Raketenschirms in Polen vor. Da diese SM-3 Raketen aber in unmittelbarer Grenznähe stationiert werden sollen regt sich in Russland erneut Widerstand. 

Auch die mögliche Schaffung eines gesamteuropäischen Raketenschirms und die Frage welchen Beitrag die europäischen NATO-Mitglieder dazu leisten können, wurde thematisiert. Die neue U.S. Regierung setzt noch stärker als ihre Vorgänger auf einen multilateral konzipierten Raketenschirm. Symptomatisch dafür sei auch der jüngst veröffentlichte Ballistic Missile Defense Review Report. Gerade die Zusammenarbeit im Kontext der Allianz müssten daher noch stärker koordiniert werden. Über einzelne bilaterale Initiativen hinaus sollen die Europäer in Zukunft gemeinsam einen höheren Beitrag für ihre Sicherheit leisten.


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