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Historische Prägungen – Zukunftsprofile – persönliche Erfahrungen

Dr. Friedrich Rothenpieler zu Gast im C·A·P-Kolloquium

26.11.2009 · C·A·P


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Mit Dr. Friedrich Rothenpieler, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hatte das C·A·P-Forschungskolloquium einen Spitzenbeamten zu Gast, der aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der bayerischen Ministerialbürokratie einen reichen Erfahrungsschatz zum Thema "Historische Prägungen – Zukunftsprofile – persönliche Erfahrungen" einbringen konnte.


Dr. Friedrich Rothenpieler und Prof. Dr. Werner Weidenfeld

Zu Beginn seiner Ausführungen zog Dr. Rothenpieler Parallelen zwischen der Arbeit der Ministerialbürokratie und der Politikberatung. Während deren Arbeitsweise eher auf die strategische Dimension angelegt sei, handle die Politik oftmals situationsgemäß. Das bedeute jedoch nicht, dass nicht auch die Politik bzw. einzelne Politiker bei bestimmten Themen einen konzeptionellen und langfristigen Ansatz verfolgen. Als Beispiel hierfür nannte Dr. Rothenpieler das Thema Wiedervereinigung.

In einem nächsten Schritt erläuterte Dr. Rothenpieler das Verhältnis von Ministerialbürokratie und Politik. Dabei wies er auf das legitimatorische Gewicht der Politiker hin, das sich aus den Wahlen speise.

Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrung im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem als Pressesprecher der ehemaligen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß und Edmund Stoiber, beleuchtete Dr. Rothenpieler zudem die Wechselbeziehungen zwischen Medien und Politik. Dabei verwies er darauf, dass die oftmals zugespitzte und polarisierte öffentliche politische Debatte ein Ergebnis der Medienlogik sei. Diese stütze sich primär auf Nachrichtenwertfaktoren wie Streit und Eskalation. In diesem Zusammenhang gab Dr. Rothenpieler zu bedenken, dass die Polarisierung politischer Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren aus Mehrheit und Opposition auch ein Grund für die steigende Politikverdrossenheit sei. Ein sensibler Umgang der Politik mit den Medien sei daher notwendig, schloss Dr. Rothenpieler.


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