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Gutes Regieren in der OECD

"Sustainable Governance Indicators" gemeinsam mit OECD-Projekt in Helsinki vorgestellt

15.07.2009 · Forschungsgruppe Zukunftsfragen


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Wie misst man die Qualität des Regierens? Lassen sich Beispiele guten Regierens in der OECD-Welt identifizieren? Diese Fragen standen im Zentrum eines Diskussionspanels im Rahmen der diesjährigen IIAS-Konferenz (International Institute of Administrative Sciences) in Helsinki. Gemeinsam mit dem neuen OECD-Projekt "Government at a Glance" wurden in Helsinki auch die "Sustainable Governance Indicators (SGI)" des C·A·P und der Bertelsmann Stiftung vorgestellt.


Martin Forst, Leiter des "Government at a Glance"-Projekts, gab zunächst einen Überblick über das im Oktober 2009 zur Veröffentlichung anstehende neue Vorhaben der OECD. Mit "Government at Glance" strebt die OECD eine systematische Datensammlung zur Regierungsleistung ihrer jeweiligen Mitgliedstaaten an. Rund 30 Indikatoren nehmen Praktiken, Prozesse und Institutionen des Regierens und der öffentlichen Verwaltung unter die Lupe. Die OECD möchte auf diesem Wege langfristig Lernprozesse anstoßen, um die Effektivität und Effizienz im öffentlichen Sektor zu erhöhen.

Martin Brusis vom C·A·P und Daniel Schraad-Tischler von der Bertelsmann Stiftung präsentierten anschließend Ansatz und Ergebnisse der "Sustainable Governance Indicators 2009". Anhand von 149 unterschiedlichen Indikatoren messen die SGI sowohl den Reformbedarf in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als auch die jeweilige strategische Problemlösungsfähigkeit der 30 OECD-Staaten.


Die beiden Ansätze wurden im Rahmen der anschließenden Diskussion zunächst von Prof. Wouter van Dooren (Universität Antwerpen) systematisch verglichen. Dabei hob van Dooren hervor, dass beide Ansätze sehr gut komplementär nutzbar seien. Während sich die Indikatoren des "Government at a Glance"-Projekts vor allem auf Schlüsselaspekte des "Public Management"-Sektors konzentrierten, werde mit den SGI ein detailliertes Gesamtbild von Reformbedarf und Reformfähigkeit entworfen, das neben der Regierungsfähigkeit der OECD-Staaten auch den Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe und demokratischen Kontrolle berücksichtige: "Ein besonderes Plus der SGI im Vergleich zu vielen anderen internationalen Indikatorprojekten ist dabei die volle Transparenz der Datenbasis und der Ergebnisse", so van Dooren.


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