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Girls Day 2009

136 Mädchen führen Simulation zur EU-Energiepolitik im Bayerischen Landtag durch

03.05.2009 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Am 23.04.2009 fand zum nunmehr neunten Mal der diesjährige "Girls Day" statt. Bei dieser von den Bundesministerien für Bildung und Forschung bzw.  für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufenen bundesweiten Initiative sollen Mädchen und junge Frauen mit überwiegend männlich definierten bzw. dominierten  Berufsfeldern in Kontakt gebracht werden. Das ambitionierte Ziel: über das singuläre Ereignis des Girls Day hinaus Hemmschwellen abzubauen, Vorbehalte und etwaige Klischees zu durchbrechen und vor allem nachhaltig neue (berufliche) Perspektiven für junge Frauen zu eröffnen.  Unter diesem Motto hatte auch die CSU-Fraktion 136 bayerische Schülerinnen zwischen 14 und 18 Jahren in den Bayerischen Landtag eingeladen.


Der Fraktionsvorsitzender der CSU, Georg Schmid mit Teilnehmerinnen des Girls Day


Marianne Böhme und Thomas S. Regnet von der FGJE bei der Einführung


Hierbei wollte man nicht nur das Interesse für das Berufsfeld des Politikers im Allgemeinen wecken. Angesichts  der anstehenden Europawahl am 7. Juni  sollte der Fokus auch ganz klar auf dem Gebiet der Europapolitik liegen, und so war die Forschungsgruppe Jugend und Europa mit der Durchführung einer Simulation zur EU-Klima- und –Energiepolitik beauftragt worden. Nach einer offiziellen Begrüßung durch den CSU–Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid informierte zunächst die Bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Emilia Müller plastisch und ausführlich über die Arbeitsgebiete einer Politikerin.

In den folgenden Stunden erhielten die jungen Frauen dann die Gelegenheit, selbst in die Rolle von Europaparlamentarierinnen, Ministerrätinnen, Kommissionsmitgliedern und Vertreterinnen der Presse zu schlüpfen. In dieser Eigenschaft hatten sie über die Einführung einer Richtlinie zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu entscheiden bzw. die Verhandlungen medial zu kommentieren.


Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Bundes- und
Europaangelegenheiten, bei der Bergüßung der Teilnehmerinnen


Der 'Ministerinnenrat' tagt


Das FGJE-Team: Marianne Böhme, Bettina Schmitt. Wiltrud Wiedhoff, Ilona Kruse, Simon Kirnberger, Leo Meyer-Giesow, Silke Mühe, Thomas S. Regnet, Dr. Heike Hoffmann (v.l.n.r.)

Unterstützt von einem Referententeam der Forschungsgruppe Jugend und Europa unter der Leitung von Thomas S. Regnet, Marianne Böhme und Dr. Doerthe Winter konnten sich die jungen Frauen bemerkenswert schnell in ihre neuen Identitäten hineinversetzen. Im Verlauf der Simulation  erhielten sie einen bleibenden Eindruck, was es bedeutet, wenn 27 Nationen ihre jeweiligen ökologischen, politischen, ökonomischen, finanziellen und wirtschaftlichen Interessen abgleichen und in Einklang zu bringen versuchen. Konsequenter Weise konnten sich 'Ministerinnenrat' und 'Europaparlament' dann auch nicht auf die von der Kommission vorgeschlagene Richtlinie einigen. Dies wurde von allen Beteiligten jedoch keinesfalls als Misserfolg gewertet. Vielmehr – so der einhellige Tenor – sei  dies die  logische Konsequenz einer  kritisch-fundierten Diskussion differenziert zur betrachtender (europa)politischer Gemengelangen, die nun einmal keine einhelligen Ergebnisse nach gerade einmal 7 Stunden Spielzeit zuliessen. Einmal mehr konnte die Methode 'Planspiel' damit neben dem interaktiven und personalisierten Wissenserwerb eine weitere Qualität unter Beweis stellen, nämlich die Stärkung kommunikativer Fähigkeiten sowie die Sensibilisierung für demokratische Entscheidungsfindungsprozesse.   Nachdrücklich schloss sich hier der Kreis zu den einleitenden Worten  von Dr. Stefan Rappenglück, der in seiner Einführung in die Planspielmethode  explizit  auf  diesen spezifischen Mehrwert hingewiesen hatte.


Vetreterinnen des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses

Medial begleitet worden war der Tag zudem durch Kamerateams der CSU –Fraktion sowie durch TV aktuell (online abrufbar unter www.csu-landtag.de  bzw. www.tvaktuell.com/default.aspx?ID=3948).


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