"Juniorteam Europa" - Ausbildung in München
Schwerpunkte: Reform-Vertrag und Klima-Politik
12.07.2007 · Forschungsgruppe Jugend und Europa
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Vom 6.-8. Juli 2007 fand der zweite Teil der diesjährigen Juniorteam-Ausbildung der Forschungsgruppe Jugend und Europa statt. Der Auftakt des Seminars bildete eine Diskussionsrunde mit Paul-Joachim Kubosch, Leiter der Vertretung des Europäischen Parlaments in München. Im Mittelpunkt seines Vortrages stand eine Bilanz der deutschen Ratspräsidentschaft und den sich daraus ergebenden Perspektiven für die zukünftige EU-Politik.

Paul-Joachim Kubosch und Barbara Tham von der Forschungsgruppe Jugend und Europa.
Ein besonderer Schwerpunkt nahmen hierbei die Ausführungen zum Reform-Vertrag sowie die erzielten Übereinkünfte zur Klima-Politik und zum Bereich Inneres und Justiz ein, die anschließend sehr kontrovers diskutiert wurden. Außerdem hob Herr Kubosch die Bedeutung der erstmals angewandten Dreier-Präsidentschaft hervor, die sich bereits bewährt habe. Durch die geschickte Leitung von Kanzlerin Merkel sei es zudem gelungen, das Zutrauen der anderen EU-Staaten in Deutschland zu stärken und insgesamt wieder mehr Optimismus im Hinblick auf die zukünftige EU-Politik zu erzeugen.
Am zweiten Tag der Schulung wurde am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft ein Planspiel zur EU-Erweiterung durchgeführt. Hierbei schlüpften die angehenden Juniorteamerinnen und –teamer in die Rollen von Ministern, Abgeordneten und Beitrittskandidaten und spielten den Prozess der Erlangung des Aufnahmestatus nach. Begleitet durch eine kritische Pressestimme ergaben sich dabei anregende Debatten um die Beitrittsfähigkeit der Antragsländer Türkei und Kroatien.
Der dritte Tag diente der abschließenden Reflexion über die Umsetzung von Planspielen und anderen Methoden in der Praxis der politischen Bildung. Was gilt es bei unterschiedlichen Altersgruppen und Bildungsvoraussetzungen zu beachten, wie kann bei den Teilnehmenden Motivation geweckt werden, welche Bedeutung spielen die Rahmenbedingungen und wie kann ein Juniorteamer sensibel moderierend durch Veranstaltungen führen.
Wer Interesse am Juniorteam und den vorhandenen europapolitischen Methoden und zielgruppenspezifischen Ansätzen der Bildungs- und Jugendarbeit hat, kann sich an die Forschungsgruppe Jugend und Europa wenden. Hier können die neuen Juniorteamerinnen und –teamer auch für Veranstaltungen angefragt werden.

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