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Wie funktioniert Politikberatung?

"Junges Forum" der Gesellschaft für Außenpolitik zu Gast am C·A·P - Ergebnisse aus der Transformationsforschung

14.12.2007 · C·A·P


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Wie funktioniert das C·A·P? Was macht sein Selbstverständnis aus und mit welchen Partnern arbeitet es in welchen Projekten zusammen? Wie kann man demokratische und wirtschaftliche Transformation messen und was wird eigentlich aus Kuba nach Fidel Castro?

Auf diese und ähnliche Fragen gaben der Geschäftsführer des C·A·P, Jürgen Turek, und der Lateinamerikaexperte am Institut, Dr. Peter Thiery, beim Besuch der Mitglieder des Jungen Forums der Gesellschaft für Außenpolitik am 13.12.2007 in der Villa Faber Antwort.


Nach einer anschaulichen Einführung durch Herrn Turek über die Arbeitsweise, Strukturen und die vielen verschiedenen Projekte im Haus, wurde den Besuchern einer der Forschungsschwerpunkte des Instituts, die Transformationsforschung, anhand des Bertelsmann Transformation Index (BTI) näher gebracht, welcher mit der Bertelsmann Stiftung erarbeitet und regelmäßig aktualisiert wird.

Erläuterungen über Indikatoren, Datenerhebung und Evaluierung der mit dem Index gewonnenen Ergebnisse sollten einen Überblick über die Komplexität der Transformationsforschung geben. Herausgehoben wurde der innovative Ansatz des BTI, Fortschritte hin zu pluralistischer Demokratie und Marktwirtschaft in Verbindung mit der politischen Steuerungsleistung der jeweiligen Regierungen in 125 Entwicklungs- und Transformationsländern zu messen. Im Vortrag wurde schon ein kleiner Ausblick auf die Ergebnisse des neuen BTI 2008 gewährt, der am 19. Februar 2008 in Berlin präsentiert werden wird. Auf Nachfrage der Besucher hin konnte auch kurz auf den Bertelsmann Reform Index (BRI) eingegangen werden, welcher auf ähnliche Weise die Reformfähigkeit der OECD-Staaten untersucht. Im Frühjahr 2008 soll auch der BRI erstmals veröffentlicht werden.

In Verbindung mit den gewonnenen Erkenntnissen konnte Dr. Thiery das Beispiel Kuba näher beleuchten. In Anlehnung an das C·A·P-Analysepapier "Kuba nach Castro" ging Dr. Thiery auf die aktuelle Situation und Transformationsentwicklungen auf Kuba ein. Dabei wurden sowohl externe und interne Akteurskonstellationen skizziert, als auch Szenarien der Transformation entworfen und auf die Rolle der EU im Transformationsprozess eingegangen.

Während und nach den Vorträgen ergaben sich zahlreiche Möglichkeiten für Zwischenfragen und ausführliche Erläuterungen zu den genannten Themen. So konnte beispielsweise auch auf das weltweite Netzwerk der Experten, die mit dem C·A·P zusammenarbeiten, und ebenso auf Fortschritte der Internetpräsenz des C·A·P verwiesen werden. Insgesamt ergab sich somit für die Besucher des Jungen Forums ein interessanter und kurzweiliger Nachmittag am C·A·P mit vielen Einblicken in die Strukturen und Inhalte der Forschungsarbeit am Institut.


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